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Nobelpreisträger für globalen Klimapakt

60 Nobelpreisträger aus unterschiedlichen Disziplinen haben die Politik aufgefordert, sich in Kopenhagen für einen "globalen Pakt für den Klimaschutz" einzusetzen. Dazu erschien heute ein Memorandum , das in Deutschland vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) verbreitet wird. In dem Papier haben die Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Kultur eine Reihe von Strategien und Maßnahmen erarbeitet, um dem Klimawandel zu begegnen. Für die UN-Klimagespräche in Kopenhagen fordern sie eine "Wende zur Nachhaltigkeit".

"Die historische Chance von Kopenhagen muss genutzt werden, die bisherige kohlenstoffintensive Wirtschaftsweise durch eine nachhaltige und gerechtere zu ersetzen", heisst es in dem Memorandum. Das Papier begründet sich auf drei wesentliche Säulen: ein effektives und gerechtes globales Klimaschutz-Abkommen, ein kohlenstoffarmes Energieversorgungssystem sowie den Schutz und die Wiederherstellung tropischer Wälder.

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Das Klima retten soll ja auch Spaß bringen - die Teilnehmer des Symposiums im Mai (Mitte: US-Energieminister Steven Chu und PIK-Direktor Schellnhuber, Foto: www.nobelcause.org)

Ab 2015 müssen die Kohlenstoffemissionen effektiv gesenkt und der Gesamtausstoß bis 2050 im Verhältnis zum Basisjahr 1990 halbiert werden. An die Industrieländer richtet sich daher die Forderung, ihre Emissionen bis 2020 um 25 bis 40 Prozent zu senken. Zudem müssen sich Wirtschaft und Politik dieser Länder zusammensetzen, um eine kohlenstoffarme Energie-Infrastruktur zu erschaffen. Ein Anpassungsfonds soll die Entwicklungsländer bei ihrem Kampf gegen die globale Erwärmung unterstützen – diese Gelder sollen teils in den unverzüglichen Stopp der Regenwaldvernichtung und deren Wiederaufforstung fliessen.

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Geballte Prominenz - die Teilnehmer des Symposiums (Foto: PIK)

Zusammengestellt wurden die Strategien und Maßnahmen im St. James's Palace Nobelpreisträger Symposium, das im Mai 2009 in London stattfand. Zu den ursprünglichen zwanzig Unterzeichnern, unter ihnen der Energieminister der Vereinigten Staaten und Physik-Nobelpreisträger Steven Chu, gesellten sich zahlreiche weitere Köpfe. Unter Anderem schmücken nun so illustre Namen wie Michail Gorbatschow, der Dalai Lama und auch Literaturnobelpreisträger wie Doris Lessing das Papier. "Es ist unerlässlich, dass in einer solch kritischen Situation unabhängige Größen der Wissenschaft ihre Stimme erheben", sagt Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK).

klimaretter.info/lad

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