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Menschengemachtes Extremwetter

Wissenschaftler weisen immer häufiger auf einen Zusammenhang zwischen Extremwetter-Ereignissen und Klimawandel hin. Das zeigt eine neue Untersuchung der britischen Nichtregierungsorganisation Energy and Climate Intelligence Unit (ECIU). Seit der Einigung auf einen Weltklimavertrag vor zwei Jahren haben Wissenschaftler demnach weltweit rund 60 Studien zu Extremwetterereignissen publiziert. Rund zwei Drittel der Untersuchungen kommen laut den ECIU-Autoren zu dem Schluss, dass es einen Zusammenhang mit dem Klimawandel gibt. 

BildAuch im gemäßigten Mitteleuropa verzeichnen Meteorologen immer häufer Extremwetter. Hitzewellen, Fluten und heftige Stürme gefährden Menschenleben und richten große materielle Schäden an. (Foto: Extremwetterkongress)

In den 41 Studien, die den Klimawandel als eine Extremwetter-Ursache sehen, stellten die Wissenschaftler vor allem eine höhere Intensität des Wetterereignisses oder ein häufigeres Auftreten fest. "Vor einigen Jahren war es noch sehr schwer über einen Sturm, eine Dürre oder Hitzewelle Aussagen zu treffen, die durch die Wissenschaft auch gedeckt sind", sagte ECIU-Chef Richard Black. Das Verständnis von den Zusammenhängen zwischen Klimwandel und Extremwetter habe sich sehr schnell weiterentwickelt. Auch lägen die Analysen mittlerweile sehr zügig vor. 

Das bestätigte Klimaforscherin Friederike Otto von der Universität Oxford: "Wir können mittlerweile bei sehr vielen Extremwettern – vor allem Hitzewellen und Starkregen – sehr sicher sagen, welchen Anteil daran der Klimawandel hat." Wichtig sei das vor allem für Politiker, die genauere Informationen über die Folgen des Klimawandels in ihrer Region bräuchten, um entsprechend vorzusorgen. 

klimaretter.info/sg 

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