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Rekordsolarzelle entwickelt

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg haben einen weiteren Durchbruch bei der Solarzellenentwicklung erreicht. Es gelang ihnen, den Wirkungsgrad von multikristallinen Siliziumsolarzellen auf 22,3 Prozent zu erhöhen. Bisher lag dieser bei 22 Prozent. Schon im Februar dieses Jahres hatten die Forscher einen Wirkungsgradrekord von 21,9 Prozent erzielt.

BildMultikristalline Siliziumsolarzelle mit Weltrekordwirkungsgrad. (Foto: Fraunhofer ISE)

Mit 57 Prozent Marktanteil sind Solarmodule mit Zellen aus multikristallinem Silizium derzeit weltweit Marktführer. Sie sind gegenüber Modulen mit monokristallinem Silizium günstiger in der Herstellung, auch wenn der Wirkungsgrad geringer ausfällt. Bereits ein etwas höherer Wirkungsgrad bei multikristallinen Modulen führt dazu, dass für die gleiche Leistung von Solarkraftwerken weniger Fläche gebraucht wird. Damit können die Kosten bei der Stromerzeugung aus Sonnenenergie gesenkt werden.

"Der Schlüssel zum Erfolg war die gesamtheitliche Betrachtung und Optimierung aller Schritte von der Kristallisation bis hin zu den einzelnen Solarzellenprozessen", sagte Martin Hermle vom Fraunhofer ISE. Für die multikristalline Zelle wurde dabei hochreines Silizium der Firma Wacker verwendet.

Die Forschungen des Fraunhofer ISE zur Erhöhung des Wirkungsgrads multikristalliner Solarzellen sind Teil des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekts "Multitop", das im März 2018 endet. Am Donnerstag soll die neue Weltrekordsolarzelle bei der European Photovoltaic Solar Energy Conference in Amsterdam vorgestellt werden.

klimaretter.info/das

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