Juli-Temperaturen wieder auf Rekordhöhe

Die letzten drei Jahre waren jeweils die heißesten, die jemals gemessen wurden. Als einer der Gründe für den hohen Temperaturanstieg gilt das Wetterphänomen El Niño. Da dieses inzwischen wieder abgeklungen ist, war nicht damit zu rechnen, dass 2017 ein weiteres Rekordjahr wird. Genau so sah es auch im ersten Halbjahr aus. Die Temperaturen blieben hinter den letztjährigen Rekorden zurück. Beim Juli ist das nun anders, wie die aktuelle Datenanalyse der Nasa zeigt.

BildEs wird immer wärmer: Die Grafik (vergrößern) zeigt die monatlichen Temperaturabweichung im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 1980 bis 2015. (Grafik: NASA/​GISS/​GISTEMP)

Demnach entsprach die globale Durchschnittstemperatur im vergangenen Monat dem historischen Rekord vom Juli 2016. Er war der heißeste Juli, der seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1880 jemals gemessen wurde. Letztes Jahr war es im Vergleich zu den Juli-Temperaturen der Referenzperiode von 1951 bis 1980 um 0,82 Grad Celsius wärmer. Nun zeigen die Daten eine Erwärmung um 0,83 Grad Celsius.

Zwar ist 0,83 etwas mehr als 0,82 – dennoch will die Nasa nicht von einem neuen Rekord sprechen. Sie hat nämlich unterdessen ihr Analyseverfahren verbessert, so dass es zu kleinen Abweichungen bei den bisher gemessenen Werten kommt. Konkret: Letztes Jahr hatte die Behörde noch einen Anstieg von 0,84 Grad für den Juli 2016 errechnet. Mit dem neuen Verfahren sind es 0,82 Grad.

Dass der Juli 2017 an den Rekord von 2016 herankommt, ist auf jeden Fall bemerkenswert. Die bisherigen Monate des Jahres reichen nicht an Rekordniveau heran. Januar war der drittwärmste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen vor 137 Jahren. Februar, März, April und Mai waren jeweils die zweitwärmsten Monate, Juni war der viertwärmste.

klimaretter.info/vk

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