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150 Tierarten im Südpazifik bedroht

Nicht nur die menschlichen Bewohner der Südpazifikinseln sind durch den Meeresspiegelanstieg bedroht – auch eine ganze Reihe von Tierarten. Insgesamt 150 Spezies seien in der Region stark gefährdet, zeigt eine Studie im Nature-Fachblatt Scientific Reports.

BildKommt nur auf einer Insel vor und ist besonders gefährdet: Das Goodfellow-Baumkänguru. (Foto: Tim Williams/​Flickr)

Die Autoren um Lalit Kumar von der Universität Neuengland in Australien haben die Verteilung der gemäß der Roten Liste bedrohten Arten auf den 2.000 Südpazifikinseln dargestellt. Einige der bedrohten Tierarten leben ausschließlich auf einer Insel – etwa der Regenwald-Nasenbeutler, das Goodfellow-Baumkänguru oder der Doppelfingergecko. Verschwindet die Insel, verschwindet auch die Tierart.

84 der 150 Tierarten sind nur im Südpazifik zu finden. Die meisten Inseln sind klein – mit einer Durchschnittsgröße von 1,3 Quadratkilometern. Das heißt: Vielen Tieren fehlt die Ausweichmöglichkeit, um Gefahren zu umgehen. Die Inseln liegen außerdem tief: 42 Prozent von ihnen erheben sich nicht mehr als zehn Meter. Das macht sie anfällig für den Anstieg der Meere, für Stürme und hohe Wellen.

"Die Nördlichen Marianen, die Fidschi-Inseln und Neukaledonien beherbergen die meisten der "kritisch gefährdeten Arten", heißt es in der Studie. Und für diese drei Regionen wird auch ein relativ hoher Meeresspiegel-Anstieg vorhergesagt. Kombiniert man die Anfälligkeit der Insel mit dem Risiko des Meeresspiegelanstiegs, so zeigt sich, dass Mikronesien, Tonga und die Marshallinseln die Orte sind, wo das Risiko für die Tierarten am größten ist.

klimaretter.info/bra

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