Ein Drittel meint: Zu spät für Klimaschutz

"Es ist jetzt schon zu spät, den Klimawandel zu stoppen." Jeder dritte Bundesbürger (33 Prozent) stimmt dieser Aussage zu. Das ergibt eine jetzt veröffenlichte repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov. Vor zwei Jahren äußerten sich erst 30 Prozent so pessimistisch. "Wir haben noch Zeit, wenn wir angemessen reagieren": Das meinten 2015 noch 50 Prozent der Befragten. Nun sind es nur noch 45 Prozent. Das Institut hatte nach eigenen Angaben Anfang Mai gut tausend repräsentativ ausgewählte Erwachsene befragt. Zwei Jahre zuvor hatten im Juni 2015 rund 1.300 Bürger dieselben Fragen beantwortet.

BildWas tun angesichts des Klimawandels? 61 Prozent fordern, die Treibhausgasemissionen herunterzufahren. (Foto: James Cridland/​Flickr)

Dabei ist der Pessimismus zwischen den Geschlechtern etwas unterschiedlich verteilt. Bei den Frauen denken 35 Prozent, es sei schon zu spät, um den Klimawandel noch zu stoppen. Bei den Männern sind es 31 Prozent.

Auffallend optimistisch äußern sich jüngere Menschen. Gut die Hälfte (51 Prozent) der befragten 18- bis 24-Jährigen denkt, es sei noch genug Zeit – falls angemessen reagiert wird.

Was das angemessene Reagieren betrifft, fordern 61 Prozent aller Befragten ein Herunterfahren der Treibhausgas-Emissionen. 2015 waren es sogar noch 67 Prozent gewesen. Die Zahl derjenigen, die meint, das Problem des Klimawandels werde sich von selbst lösen, blieb konstant – nämlich bei fünf Prozent.

Die Marktforscher von Yougov fragten auch danach, durch welche alternativen Energiequellen die fossilen Brennstoffe ersetzt werden sollten, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Mit Abstand am häufigsten genannt wurde dabei die Sonnenenergie (29 Prozent), gefolgt von alternativen Brennstoffen wie Wasserstoff (17 Prozent) sowie von Windenergie (13 Prozent) und Wasserkraft (zehn Prozent).

klimaretter.info/red

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