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Studie: Sonne wird Kohle schlagen

Die Kosten für Photovoltaik fallen und fallen. Die sinkenden Preise werden einen gigantischen Solarboom auslösen, prognostiziert eine internationale Forschergruppe, die das Potenzial für Solarstrom untersucht hat. Bis 2030 wird sich demnach die weltweit installierte Photovoltaik-Leistung mindestens verzehnfachen. Unter günstigen Bedingungen ist sogar eine Steigerung um den Faktor 30 möglich. Die Studie ist im Fachmagazin Science erschienen.

BildSolarpark in Japan: Photovoltaik steht vor einem weltweiten ökonomischen Durchbruch, sagen Forscher. (Foto: Minoru Karamatsu/​Flickr)

Schon heute ist Solarstrom in einigen Teilen der Erde billiger als Kohlestrom. In Chile und den Vereinigten Arabischen Emiraten wird Sonnenstrom schon für Preise unter drei Cent je Kilowattstunde gehandelt – die Hälfte des weltweiten Durchschnittspreises für Strom aus Kohle. Insgesamt ist der Preis für Solarstrom seit 2009 um 62 Prozent gefallen. Nach einer Analyse der US-Finanznachrichtenagentur Bloomberg könnte Photovoltaik in weniger als einem Jahrzehnt überall die Erzeugungsart mit den geringsten Kosten sein.

Um das gesamte Potenzial auszuschöpfen und die Photovoltaik in den Terawatt-Bereich zu bringen, wie die Forscher es nennen, müssten die Kosten für die Module und andere Anlagenkomponenten noch schneller sinken als in den vergangenen Jahren. Einen solchen beschleunigten Preisverfall halten die Wissenschaftler durchaus für realistisch.

Zu der Forschergruppe gehören Wissenschaftler vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg und vom National Renewable Energy Laboratory (NREL) bei Denver im US-Bundesstaat Colorado.

klimaretter.info/vk

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