Ab 2 Grad wird der Mais knapp

Bei einer globalen Erwärmung um zwei Grad Celsius werden die Ernten in Afrika südlich der Sahara in den nächsten Jahrzehnten um mehr als 20 Prozent zurückgehen, zeigt eine Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Steigen die Temperaturen um vier Grad, müssten einzelne Staaten in der Region mit Ausfällen bei der Maisernte von 50 Prozent rechnen. Mais ist dort die am meisten angebaute Nutzpflanze und für viele Menschen Hauptnahrungsmittel.

BildDürre in Afrika, hier: Kenia. Die Hügel sind Gräber von Kindern, die an Unterernährung gestorben sind. (Foto: Oxfam East Africa/​Wikimedia Commons)

Schon heute lebt ein Viertel aller unterernährten Menschen der Welt im subsaharischen Afrika, warnen die Forscher. Dürren kommen immer wieder vor. Doch wenn deren Häufigkeit und Intensität durch den Klimawandel weiter zunimmt, nehmen auch Missernten zu. Ernährungssicherheit ist noch weniger gegeben, noch mehr Menschen als heute könnten zur Flucht veranlasst werden.

Die Wissenschaftler arbeiten nun an einer Übersicht, die die Auswirkungen auf die einzelnen Länder darstellt. Das soll den Regierungen bei ihren künftigen Planungen helfen, etwa bei Infrastrukturprojekten.

Afrika ist vom menschengemachten Klimawandel besonders betroffen, hat aber selbst den geringsten Anteil daran. Ein globaler Temperaturanstieg von zwei Grad bedeutet nach den bisherigen Erkenntnissen der Klimaforschung für Afrika einen Anstieg von etwa 3,5 Grad.

klimaretter.info/vk

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