Tiere leiden schon jetzt unter Klimawandel

Fast die Hälfte aller bedrohten Säugetier-Arten und etwa 23 Prozent der bedrohten Vogelarten sind laut einer Studie schon vom Klimawandel betroffen. Wissenschaftler der Sapienza-Universität in Rom haben dafür 130 wissenschaftliche Studien über den Effekt des Klimawandels auf Tierarten ausgewertetet und zusammengefasst. Die Studie erschien in der Fachzeitschrift Nature Climate Change.

BildSchneeleoparden leben im Hochgebirge und meiden dichte Wälder. (Foto: Dingopup/​Wikimedia Commons)

"Obwohl allgemein anerkannt ist, dass der Klimawandel einen großen Einfluss auf die Biodiversität haben wird, haben erst wenige Studien quantifiziert, wie viele Arten schon betroffen sind", schreiben die Autoren. Durch den Klimawandel schrumpft der Lebensraum vieler Arten. Beispielsweise leiden Schneeleoparden darunter, dass sich in den zentralasiatischen Gebirgen die Baumgrenze nach oben verschiebt. Im Jahr 2013 hatten Wissenschaftler vorhergesagt, dass rund 34 Prozent aller Tierarten die Hälfte ihres Lebensraums einbüßen müssen, wenn der Klimawandel weiter so schnell voranschreitet.

Im vergangenen Jahr war erstmals eine Art bekannt geworden, die vermutlich durch den Klimawandel ausgestorben ist: Die australische Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte wurde wahrscheinlich vom ansteigenden Meeresspiegel verdrängt.

klimaretter.info/fme

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