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Alte Wälder binden besser CO₂

Je älter und artenreicher ein Wald ist, desto konstanter und stabiler kann er Kohlendioxid binden. Das zeigen Daten von 50 verschiedenen Wäldern in unterschiedlichen Klimazonen, die ein europäisches Forschungsnetzwerk jetzt ausgewertet hat. "Wie stabil die Aufnahmefähigkeit der Wälder für CO2 ist, wird im Wesentlichen durch ihr Alter und ihren Artenreichtum bestimmt", sagte die Biologin Talie Musavi vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena. Besonders das Alter der Wälder habe maßgeblichen Einfluss auf ihre CO2-Speicherfähigkeit.

BildEin Stück Urwald in Deutschland: Weil der Nationalpark Harz nur schwer zugänglich ist, ist der Bestand alter Bäume besonders hoch. (Foto: David Ausserhofer/​DSZ)

Wälder gelten als Speicher für Kohlendioxid. Doch die Aufnahmefähigkeit der Bäume schwankt sehr stark von Jahr zu Jahr und wird auch durch Extremereignisse und Schwankungen des Klimas beeinflusst. Allerdings setzen ältere und durchmischte Wälder konstanter CO2 um als junge Monokulturen, die stärker auf Klimaänderungen reagieren.

Alte Wälder bedecken derzeit rund 15 Prozent der Landoberfläche des Planeten. Sie zu schützen, könnte helfen, die Auswirkungen von Klimaveränderungen auf die Waldökosysteme zu verringern, sind die Forscher überzeugt.

klimaretter.info/kir

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