Klimawandel nicht mehr umkehrbar

55 Milliarden Tonnen Kohlendioxid werden bis 2050 zusätzlich in die Atmosphäre gelangen. Bislang sind sie in den Böden gespeichert. Doch mit zunehmender Erderwärmung verlieren die Böden immer stärker ihre Funktion als Kohlenstoffsenken, das CO2 wird freigesetzt. Das zeigt eine neue Studie, die jetzt in der Fachzeitschrift Nature erschienen ist.

BildDie Böden der Welt gehören zu den wichtigsten Kohlenstoff-Senken. Je wärmer es wird, desto weniger können sie diese Funktion erfüllen. (Foto: Verena Kern)

Mit der Klimaerwärmung werden die Organismen im Boden aktiver, erläuterte der Leitautor der Studie, Thomas Crowther, den Vorgang. "Je aktiver sie werden, desto mehr Kohlenstoff geben sie ab." Crowther hat für die Untersuchung zusammen mit rund 50 weiteren Forschern Daten ausgewertet, die in den letzten 20 Jahren in Nordamerika, Europa und Asien erhoben wurden.

Dadurch, so die Wissenschaftler, werde ein Teufelskreis von "positiven Feedbacks" in Gang gesetzt. Je mehr Erwärmung, desto mehr Verlust an Senken, was wiederum zu mehr Erwärmung führt. Das sei in den bisherigen Klimamodellen noch nicht berücksichtigt. "Der Klimawandel dürfte erheblich schneller ablaufen, als wir bislang gedacht haben", sagte Crowther. "Wir müssen davon ausgehen, dass wir den 'Point of no Return' schon überschrittten haben." Der Klimawandel lasse sich nicht mehr umkehren. Allerdings könnten seine Folgen abgemildert werden.

klimaretter.info/vk

[Erklärung]  
Anzeige
blog comments powered by Disqus

Anzeige

Anzeige

Kolumnen

Alle Kolumnen lesen
Alle Herausgeber-Interviews lesen