93 Prozent befürworten die Energiewende

Die Energiewende ist hierzulande weiterhin sehr beliebt. Eine Umfrage im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien ergab, dass 93 Prozent der Deutschen das Wachstum bei Wind-, Sonne- und Biomasseanlagen "wichtig" bis "sehr wichtig" finden.

BildSolarparks sind nach wie vor am beliebtesten unter den Erneuerbaren. (Foto: BSW-Solar/First Solar)

Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid bei etwa 1.000 repräsentativ ausgewählten Personen durchgeführt. Mehr als drei Viertel der Befragten sagten, dass die Erneuerbaren einen Beitrag zur "sicheren Zukunft unser Kinder und Enkel" leisten, ebenso viele bewerteten auch den Klimaschutz als Vorteil der regenerativen Energien.

Das alte Problem aber bleibt: Längst nicht alle, die die Energiewende im Allgemeinen gutheißen, wollen sie im eigenen Wohnort sehen – ein als "Nimby" (not in my backyard – nicht in meinem Hinterhof) oder Sankt-Florians-Prinzip bekanntes Phänomen . 62 Prozent befürworten den Ausbau der Erneuerbaren vor Ort, im Vorjahr lag der Wert sechs Prozentpunkte höher.

Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass die Zustimmung steigt, wenn die Menschen bereits mit erneuerbaren Energien vertraut sind. Während die Hälfte aller Teilnehmer antwortete, ein Windrad im Ort fände sie "gut" oder "sehr gut", waren es unter Befragten, die bereits eines in der Nachbarschaft haben, fast 70 Prozent. Bei Solarparks liegen beide Werte 20 Prozentpunkte höher und ebenso weit auseinander. "Bei Menschen, die Erneuerbaren-Anlagen aus ihrer Nachbarschaft kennen, steigt die Akzeptanz deutlich an", sagte der Leiter der Agentur für Erneuerbare Energien Philipp Vohrer. "Anders gesagt: Skepsis vor dem Ausbau der Erneuerbaren ist häufig unbegründet."

Die fossile Alternative zu Windrädern und Solarparks ist allerdings noch viel weniger beliebt. Ein Kohlekraftwerk in unmittelbarer Nähe zum Wohnort würden nur sechs Prozent der Befragten befürworten.

klimaretter.info/jm

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