Ozeane heizen sich immer schneller auf

Die Erwärmung der Ozeane ist den vergangenen Jahrzehnten besonders schnell vorangeschritten. Allein in den letzten 20 Jahren war die Aufheizung der Meere genau so stark wie die gesamte vorherige Temperaturzunahme der Ozeane seit der vorindustriellen Zeit. Eine entsprechende Studie veröffentlichten US-amerikanische Wissenschaftler in dem Fachmagazin Nature Climate Change. "In den vergangenen Jahrzehnten erwärmten sich die Ozeane erheblich und die Wärme gelangte immer tiefer in die Ozeane", sagte Peter Gleckler vom Lawrence Livermore National Laboratory.

BildAuch in der Tiefsse sind die Folgen der Erderwärmung bereits messbar. (Foto: Steve Clabuesch/Wikimedia Commons)

Landmassen, schmelzende Gletscher und die Atmosphäre haben nur einen sehr geringen Teil der Wärme absorbiert. Ozeane dagegen haben eine deutlich höhere Kapazität als die Atmosphäre, um Wärme aufzunehmen. Bislang hat das Meereswasser über 90 Prozent der steigenden Temperaturen aufgefangen. Mehr als ein Drittel dieser Wärme ist in tieferen Wasserschichten unterhalb von 700 Metern gespeichert.

"Die Erde erwärmt sich noch immer und die Ozeane haben den Großteil dieser Hitze aufgenommen", sagte der Klimawissenschaftler Matt Palmer von der britischen Wetterbehörde Met Office über die Veröffentlichung. Die Studie belege, dass die Auswirkungen des Klimawandels zunähmen und auch ihren Weg in den tiefen Ozean fänden.

Wie sich die langfristige Aufheizung der Meere auf die dortigen Ökosysteme auswirken wird, ist bislang unklar. Nicht nur die steigenden Temperaturen, sondern auch der erhöhte Eintrag von Kohlendioxid verändert die Lebensbedingungen im Meer.

klimaretter.info/kir

[Erklärung]  
Anzeige
blog comments powered by Disqus

Anzeige

Anzeige

Kolumnen

Alle Kolumnen lesen
Alle Herausgeber-Interviews lesen