Klimawandel bedroht Schneeleoparden

Heute ist der Internationale Tag des Schneeleoparden. Die rund 4.000 noch lebenden Exemplare könnten aufgrund des Klimawandels schon bald weniger werden, schätzt die Artenschutzstiftung WWF. Wegen klimabedingter Veränderungen könnten die Großkatzen 30 Prozent ihres Lebensraums in den zentralasiatischen Gebirgen verlieren. Zu dem Schluss kommt die gerade veröffentlichte WWF-Studie "Fragile Zusammenhänge: Schneeleoparden, Menschen, Wasser und das Klima".

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Die Population der Schneeleoparden hat in den letzten 16 Jahren um ein Fünftel abgenommen. Es existieren nur noch etwa 4.000 Exemplare. (Foto: WWF)

Durch den Klimawandel werde sich die Baumlinie – eine Linie, an der Bäume aufhören zu wachsen, beispielsweise wegen zu kalter Temperaturen – nach oben verschieben. Da die Raubkatzen bewaldeten Gebieten aber fernbleiben, schrumpft ihr Gebiet zusammen. Durch die höhere Baumlinie können Bauern ihr Vieh allerdings immer höher treiben. Folge: Schneeleopard, Mensch und Vieh prallen aufeinander, immer öfter mit tödlichen Folgen für Mensch oder Tier.

Der Schneeleopard ist nur eine der vielen Tierarten, die vom Wandel des Klimas betroffen sind. In den letzten 16 Jahren ging die Population der Schneeleoparden bereits um 20 Prozent zurück. Inzwischen steht er auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als "gefährdet".

Laut einer Auswertung von 131 Studien durch den US-Ökologen Mark Urban ist mindestens jede sechste Art aufgrund des Klimawandels vom Aussterben bedroht.

klimaretter.info/as

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