Hälfte der Hitzeextreme durch Klimawandel

Mehr als 50 Prozent der Hitzeextreme sowie ein Fünftel der Niederschlags-Extreme sind weltweit auf den Klimawandel zurückzuführen. Zwar ist keines der Extremwettereignisse ausschließlich eine Folge der Erderwärmung, aber der Klimawandel erhöht ihre Wahrscheinlichkeit. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der ETH Zurüch in einer im Fachmagazin Nature Climate Change veröffentlichten Studie.

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Heftige Regenfälle haben eine Straße in Léogâne auf Haiti unter Wasser gesetzt. (Foto: Marco Dormino/UN Photo)

Je stärker sich die Erdatmosphäre erwärmt, desto häufiger gibt es den Forschern zufolge auch extreme Hitze oder extreme Niederschläge. Gegenüber einer durchschnittlichen Erwärmung um "nur" 1,5 Grad Celsius wird sich die Zahl dieser beiden Extremwettereignisse bei den erwarteten zwei Grad Celsius noch einmal verdoppeln. "Diese Ziele, welche bei Klimaverhandlungen diskutiert werden und die sich auf den ersten Blick wenig unterscheiden, haben also großen Einfluss auf die Häufigkeit von Extremen", so die Schweizer Wissenschaftler. Zu Hagelereignissen und Wirbelstürmen treffen die Forscher in ihrer Studie keine Aussage.

Wie sich Extremwettereignisse lokal auswirken, kann sich von Region zu Region stark unterscheiden. Um eine umfassende Risikobewertung vornehmen zu können, müsste man die Ergebnisse der ETH-Studie den Forschern zufolge mit Informationen zur Verwundbarkeit einzelner Gesellschaften kombinieren.

klimaretter.info/em

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