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Klimawandel verringert Ernteerträge

Höhere Ernteerträge werden immer unwahrscheinlicher. Denn alle zehn Jahre könnte der Klimawandel die Zuwachsraten bei der Lebensmittelproduktion um zwei Prozent senken. Das geht aus einem Report hervor, der in der vergangenen Woche von dem unabhängigen US-amerikanischen Thinktank Chicago Council on Global Affairs vorgestellt wurde. 

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Vor allem in den Entwicklungsländern bedroht der Klimawandel die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung. (Foto: Matthias Rietschel)

Dem Report zufolge muss der Maisgürtel in den USA mit Ernterückgängen bis zu 25 Prozent bis Mitte des Jahrhunderts rechnen, da höhere Temperaturen, veränderte Niederschläge und aggressive Schädlinge die Ernteerträge dezimieren. Auch das Zerbrechen des westantarktischen Eisschildes, vor dem Wissenschaftler erst vor zwei Wochen gewarnt hatten, werde die Ernährungssicherheit dramatisch beeinflussen. Der steigende Meeresspiegel könnte Millionen von Menschen aus den niedrig gelegenen Küstengebieten verdrängen und Reisanbaugebiete in Asien vernichten. Allein China könnte drei Millionen Hektar verlieren. In Vietnam, Indien, Bangladesch und Myanmar liegt der befürchtete Landverlust bei insgesamt einer Million Hektar.

Der Bericht fordert die US-Regierung auf, die weltweite Nahrungsmittelversorgung zu sichern. Es soll mehr Geld für die Forschung über Landwirtschaft und Klimawandel ausgegeben werden. Zwar fallen die jährlichen Ernteerträge immer höher aus, aber die Steigerungsraten in der Lebensmittelproduktion gingen innerhalb der letzten 50 Jahre mehr und mehr zurück. Der Chicago Council on Global Affairs hat Verbindungen zu den Demokraten, zu liberal eingestellten Wirtschaftsführern und zum US-Militär.

klimaretter.info/kir

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