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Europas Wetterzonen verschieben sich

Der Klimawandel wirkt sich innerhalb Europas sehr unterschiedlich aus. Das ergab eine Studie von Wissenschaftlern der britischen Universität Warwick und des Grantham Research Institute on Climate Change and the Environment an der London School of Economics. Veröffentlicht wurde die Arbeit in den Environmental Research Letters. Demnach haben die Wetterzonen ihre Form und ihre Lage verändert.

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Vor allem alte Menschen leiden unter den extremen Hitzetagen. In Norddeutschland könnte das bald häufiger der Fall sein. (Foto: Hubert Van Roy/pixelio.de)

"Klima ist im Grunde genommen die Verteilung des Wetters", sagte der Leitautor der Studie, David Stainforth. "Wenn sich das Klima verändert, verändert sich auch die Verteilung. Aber die Zonen verschieben sich nicht einfach, sie verändern auch ihre Form." Das führe dazu, dass sich der Klimawandel lokal verschieden auswirke. Wie, das zeigen die Wissenschaftler in ihrer Arbeit.

Die Wissenschaftler haben für ihre Studie Wetterdaten seit 1950 ausgewertet. Sie analysierten, wie sich die Durchschnittstemperaturen der kältesten Nächte sowie der heißesten Tage im Jahr verändert haben. Ihre Erkenntnis: Die Durchschnittstemperatur der kältesten Nächte hat sich vor allem in Norditalien und auf dem Balkan besonders stark erhöht. Die Temperatur der heißesten Tage ist in Südengland, Frankreich, den Beneluxstaaten und Norddeutschland besonders stark gestiegen. Die heißesten Tage sind hier bis zu zwei Grad heißer geworden. Das ist viermal so viel wie im weltweiten Mittel.

Ebenso werteten die Wissenschaftler die Entwicklung der Durchschnittstemperaturen der Sommer und Winter aus. Während sich die durchschnittlichen Wintertemperaturen besonders in Schweden und Norwegen erhöhten – zum Teil um mehr als zwei Grad –, sind die durchschnittlichen Sommertemperaturen vor allem in Süddeutschland und in der Mitte Frankreichs gestiegen.

"Unsere Ergebnisse illustrieren, dass das internationale Ziel, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, für einige Regionen und damit für die dort lebenden Menschen, Gemeinschaften und Wirtschaften sehr viel stärkere Veränderungen bedeutet", sagte Stainforth. Die Erkenntnisse der Wissenschaftler sind wichtig, um regional angepasste Strategien zur Anpassung an den Klimawandel entwickeln zu können.

klimaretter.info/em 


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