Zerstörte Moore sind Klimakiller
Entwässerte Moore gehören außerhalb des Energiesektors zu den größten Einzelquellen von Treibhausgasen in Deutschland. Laut einer am heutigen Mittwoch vorgestellten Studie für den Naturschutzbund Deutschland (NABU) gehen fünf Prozent der klimaschädlichen Emissionen auf das Konto von zerstörten Mooren. Das seien 45 Millionen Tonnen Treibhausgase jährlich. Die Studie wurde von Leonid Rasran von der Universität für Bodenkultur Wien ausgeführt.

Moore sind Kohlendioxidspeicher. Werden sie zerstört, setzen sie große Mengen klimaschädlicher Treibhausgase frei. (Foto: Corradox/Wikimedia Commons)
"Nach wie vor werden große Moorflächen in Deutschland entwässert, umgebrochen und als Acker oder intensives Grünland genutzt", kritisierte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Der NABU fordert daher Bund und Länder auf, stärker in den Moorschutz zu investieren und Subventionen für den Maisanbau zur Biogaserzeugung zu streichen. Es müssten Förderprogramme auf den Weg gebracht werden, die eine Wiederherstellung geschädigter Moore und die Rückführung von Ackerflächen in Grünland ermöglichen. Einen weiteren Beitrag zum Moorschutz und damit auch zum Klimaschutz könne eine gleichzeitige Anhebung des Grundwasserspiegels und eine extensive Grünlandnutzung sein.
klimaretter.info/vana
Übrigens: Guter Journalismus kostet...
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto

Die Schlagzeilen um 03 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Kommentar
Billig wird noch teuer kommenDas neue Credo der europäischen Energiepolitik, das die EU auf ihrem morgigen Gipfel beschließen will, lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Billig. Der Preis für Energie soll runter (vor allem für die Industrie), damit Europa "wettbewerbsfähiger" wird. Die Billigheimerei Europas wird sich noch rächen.
Ein Kommentar von Joachim Wille [mehr...]
Meinungen: Überraschung der Woche
Heiße Luft, falsche Strafen und unglaubliche AmigosKalenderwoche 20: Die Wiedergeburt der Klima-Kanzlerin ist unglaubwürdig, die deutsche Photovoltaik durch Strafzölle für chinesische Produzenten zu schützen ist falsch. Und was man von einer Amigo-Affäre bei der Bundesnetzagentur hört, ist unglaublich, meint Gero Lücking, Vorstand des Ökostrom-Anbieters Lichtblick und Herausgeber von klimaretter.info [mehr...]
Aufruf!
Ihr Wunschzettel zur Bundestagswahl
Der Wahlkampf rollt an und wir möchten wissen: Was erhoffen Sie sich für die Bundestagswahl in der Energie- und Klimapolitik? Schreiben Sie uns das in einem Satz (oder Wort). Einiges veröffentlichen wir in unserem Wahl-Dossier ab Juni. Auf gehts! [E-Mail klimaretter.info]
Die Debatte zur Zukunft des EEG Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Doch nun ist eine grundlegende Reform (über-)fällig. Die Frage ist nur – wie? klimaretter.info hat Fachleute um ihre Vorschläge gebeten. [mehr...] | Umweltzerstörer nach Den Haag! Extreme Umweltzerstörung ist ein Verbrechen gegen das friedliche Zusammenleben. Ein solcher Ökozid soll künftig vor den Internationalen Strafgerichtshof gebracht werden können. Eine Million Unterschriften sind dafür nötig. [mehr] |
In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus
Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung! [hier...]
Philipp Rösler: Des-Informationsoffensive
Das Bundeswirtschaftsministerium ist in der „Informationsoffensive“. Mit folgender Darstellung: „Damit nicht Sie zum Strom kommen müssen, sondern der Strom zu Ihnen“, begründet das FDP-geführte Ministerium im Kleingedruckten seinen Appell an die Steuerzahler. Im dazugehörigen Kino-Spot sieht man dann auch, was[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
EEG 2.0 - Die Debatte zur Zukunft des EEG
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Die Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen-ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP18
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13



Der NABU fordert von der neuen rot-grünen Regierung in Niedersachsen einen strengeren Schutz der Moorflächen
Der "Landwirt als Energiewirt" braucht Stoppschilder. Denn Europa muss und kann das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien im Verkehrsbereich zu steigern, auch ohne den Anbau ökologisch zweifelhafter Biokraftstoffe erreichen. Eine neue Studie zeigt, wie ein Kurswechsel der EU-Verkehrspolitik einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten könnte. Ein Standpunkt von Dietmar Oeliger, Leiter Verkehrspolitik beim NABU-Bundesverband
Sofortige Abschaltung von AKW seitens der Stromkonzerne "ist keine Drohung, sondern eine gute Nachricht", meint Greenpeace und beruft sich dabei auf eine Studie, die zeigt, dass sofortiger Atomausstieg machbar ist
2012 war das neuntwärmste Jahr seit 1850. Vor allem aber der Rückgang des arktischen Meereises zeige den Klimawandel, sagt die World Meteorological Organisation
Diesmal kommt der Alarmruf von der Weltbank: Selbst wenn die Staaten ihre bisher zugesagten Klimaschutz-Ziele einhalten, droht sich die Atmosphäre um mehr als drei Grad Celsius zu erwärmen. Vor allem warnt die jetzt veröffentlichte Weltbank-Studie davor, dass die "Kipp-Elemente" im Klimasystem anspringen könnten. Das hätte gravierende Auswirkungen.
Konferenz: 70 Prozent der Treibhausgase stammen aus den Ballungszentren
In der zunehmend schriller werdenden Debatte über Energiewende, EEG-Umlage und Strompreise melden sich nun die führenden deutschen Umweltverbände zu Wort. Sie werfen der schwarz-gelben Bundesregierung und den großen Energiekonzernen "Angstmacherei" und "Schwarzmalerei" vor. Außerdem fordern sie mehr Kompetenzen für das zuständige Ministerium - und mehr Aufmerksamkeit für die Themen Verkehr und Gebäudesanierung.
Bei der Produktion von Flachbildschirmen und Solarzellen entsteht das besonders klimaschädliche Treibhausgas NF3. Seine Konzentration in der Atmosphäre steigt deutlich
NABU vergibt "Dinosaurier des Jahres" an Kreuzfahrtunternehmen
11 Prozent der Treibhausgas-Emissionen in Deutschland entstehen in der Landwirtschaft. Studie sieht zusätzliche Reduktionspotenziale im Bereich Landnutzung
Bundesumweltminister Altmaier findet, bei der umstrittenen Erdgasgewinnung durch Fracking sind zu viele Fragen offen
Laut einer weltweiten Studie werden immer mehr wärmeliebende Fischarten gefangen. Tropische Regionen brauchen Anpassungsstrategien
Autofahren erzeugt hohe Unfall- und Umweltkosten, die zum großen Teil nicht durch Steuern und Versicherungen abgedeckt sind. Ein Pkw müsste in Deutschland rund 20.000 Euro teurer sein, um diese Kosten hereinzubekommen. Pro gefahrenem Kilometer müssten etwa 15 Cent zusätzlich gezahlt werden. Das geht aus einer Studie der Technischen Universität Dresden hervor.
Die 191 Vertrags-Staaten einigen sich darauf, schneller aus der Produktion von ozon- und klimaschädlicher Gase auszusteigen. Wissenschaftler sind optimistisch: So könnte sich die Ozonschicht bis 2065 erholen
Alle zehn Minuten wird in Deutschland Fußballfeld große Landschaft mit Schaufelbagger, Planierrraupen und Betonmischer zerstört


