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Urwald speichert das Doppelte an CO2

Wissenschaftler der Universität Göttingen haben mit der Studie "Brockenurwald" gezeigt, dass alte und tote Bäume einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Dafür wurden im Harz Waldareale in verschiedenen Altersstadien untersucht. Die Forscher konnten in ihrer Untersuchung zeigen, dass Bereiche mit alten Bäumen und Totholz nicht nur eine höhere Artenvielfalt aufweisen, sondern auch noch doppelt so viel Kohlenstoff in der Biomasse und im Boden einlagern wie junge Wirtschaftswälder.


Wälder entwickeln ihre volle CO2-Speicherkraft erst, wenn man sie in Ruhe lässt. (Foto: David Ausserhofer/DSZ)

Naturwälder in nördlichen Breiten sind als wichtige CO2-Speicher bekannt. Neu an der Untersuchung sei hier, dass "wir das am Beispiel des Brockenurwaldes jetzt auch für mitteleuropäische Wälder verifizieren konnten", sagt Markus Hauck, Leiter der Studie. Daraus ergebe sich die Forderung, die Urwaldfläche in Deutschland zu vergrößern. "Wir sollten alte Bäume stehen und Totholz liegen lassen, und zwar nicht nur in kleinen Schutzgebieten, sondern im Interesse des Natur- und des Klimaschutzes auf großen Flächen", schlägt Hauck vor.

Das Besondere am untersuchten Waldgebiet ist, dass der Harzwald – anders als fast alle anderen mitteleuropäischen Wälder – niemals abgeholzt wurde. Das Gebiet sei nur schwer zugänglich, so Hauck. Daher seien die Bäume hier bis zu 280 Jahre alt und es gebe sehr viele sterbende und zerfallene Baumstämme. Gerade diese Zerfallsphase von Bäumen sei für viele Pflanzen und Tiere von Bedeutung, erklärt Hauck. "Sie bieten ganz andere Mikro-Habitate als ein junger Baum."

klimaretter.info/vana


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