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Windenergie will stabiler werden

Die starken Schwankungen der erzeugten Windenergie sind das Kernproblem der stärksten erneuerbaren Energieform. Der Präsident des Bundesverbandes Windenergie, Hermann Albers, kündigt nun an, mit neuer Technik könnten Windstrom-Erzeuger bei Volllast in windreichen Zeiten auf ein bis zwei Prozent der Leistung verzichten, um die Netze zu entlasten, und sie bei Bedarf wieder hochfahren. "Damit können wir einen Beitrag auch zur Regelenergie-Erzeugung leisten, also die Systemstabilität unterstützen", sagte Albers der Nachrichtenagentur DPA


Kleinere Turbinen kombiniert mit großen Rotoren sollen den Windstrom besser regeln können. (Foto: Francis Cormon/Nordex)

"Wir können bundesweit vorübergehend enorme Leistung rausnehmen, speziell an den gefährdeten Stellen", sagte Albers. "Mit kleineren Turbinen kombiniert mit großen 110- bis 130-Meter-Rotoren kommen moderne Anlagen im Norden auch an Land auf 4.000 bis 5.000 Volllast-Stunden, im Süden auf 3.000." Ob und gegebenenfalls wie es dafür eine Vergütung geben müsse, wolle die Branche mit der Politik diskutieren.. Eine teilweise starke Überproduktion von Windstrom, die zuletzt an den Weihnachtstagen sogar zu einem negativen Strompreis an den Börsen führte, ist Anlass für lautstarke öffentliche Kritik.

Bei den Offshore-Parks auf dem Meer solle man "das Machbare realistisch einschätzen", riet Albers. Die Windanlagen an Land hätten den Vorteil, dass man für deren Strom keine neuen, teuren Leitungen brauche. Der Verband propagiert bis 2020 ein Verhältnis von 45.000 bis 48.000 Megawatt onshore zu 6.000 bis 7.000 Megawatt offshore. Das von der Bundesregierung angestrebte Ziel von 10.000 Megawatt in Nord- und Ostsee bis 2020 werde "voraussichtlich nicht erreicht". Das sei aber "keine Niederlage", betonte Albers. Aufgrund der Finanzierungsprobleme und dem von den Betreibern immer wieder verzögerten Netzausbau könnten bis 2020 etwa 6.000 Megawatt Offshore-Windstrom erreicht werden. Albers forderte erneut, dass die Bundesregierung die Bürgerbeteiligung an der Finanzierung von Windstromprojekten stärker fördern solle. Das könne die Akzeptanz in der Bevölkerung verbessern.

klimaretter.info/dec


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