Ressource Boden wird immer knapper
Gesunde Nahrung, Energiepflanzen und Biomasse erzeugen und dabei noch das Klima stabilisieren – die Ansprüche an Böden steigen schneller als das Wissen über eine nachhaltige Boden- und Landnutzung. Auf dieses drängende Problem will die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) aufmerksam machen. In einem Positionspapier forderte die Akademie in dieser Woche, dass Politik und Wirtschaft der Ressource Boden mehr Aufmerksamkeit widmen sollen.
Ein nachhaltiges Boden- und Landmanagement sei die Lösung für die neuen globalen Herausforderungen, so die Wissenschaftler. Das könne aber nur im Zusammenspiel von Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis geleistet werden. "Sieben Jahre nach den Empfehlungen des Wissenschaftsrats zur Agrarforschung ist es trotz mannigfaltiger Initiativen immer noch nicht gelungen, die starke Zersplitterung der Boden- und Landnutzungsforschung in Deutschland zu überwinden", sagte Acatech-Präsident Reinhard Hüttl bei der Veröffentlichung des Papiers in Berlin. Es fehle an der nötigen Infrastruktur, um das Fachwissen zu bündeln und die Zusammenarbeit voranzutreiben. Arbeitsgruppenleiter Franz Makeschin forderte eine unabhängige institutionelle Organisation für die "exzellente" Boden- und Landmanagementforschung in Deutschland.

Landwirtschaft, Infrastruktur, Siedlungen, Rohstoffabbau – um die begrenzte Ressource Boden konkurrieren viele Nutzer. (Foto: Erix/flickr.com)
Der Schutz des Bodens ist allerdings kein rein deutsches oder europäisches Problem. Weltweit nimmt die Verfügbarkeit fruchtbarer Böden ab, während das sogenannte Land Grabbing zu einer immer dringenderen Frage der internationalen Politik wird.
klimaretter.info/red
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