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Ruß wird zum Klimakiller Nummer zwei

Rußpartikel haben offenbar einen noch viel stärkeren Einfluss auf den Klimawandel als bisher angenommen. Neue Untersuchungen der American Geophysical Union (AGU) haben ergeben, dass die Auswirkungen der Teilchen etwa doppelt so hoch sind wie nach bisherigen Schätzungen. Das teilte die AGU am Dienstag in Washington mit. Die durch menschliche Tätigkeit emittierten Rußpartikel rücken damit in der weltweiten Rangfolge der "Klimakiller" auf den zweiten Platz hinter Kohlendioxid vor.


Smog – hier in Shanghai – ist in vielen Metropolen das größte Umweltproblem. Industrie und Verkehr sorgen für den Nachschub an Rußpartikeln. (Foto: Seader/​Wikimedia Commons)

"Diese Studie bestätigt bisherige Forschungen und geht noch weiter", wird Mitautor David Fahey von der US-Wetterbehörde NOAA in Agenturmeldungen zitiert. Allerdings, so der Physiker, seien die Zusammenhänge zwischen Ruß-Emissionen und Klimawandel äußerst komplex. In jedem Fall bringe eine Minderung des Rußpartikel-Ausstoßes nur dann auch etwas fürs Klima, wenn gleichzeitig die CO2-Emissionen zurückgehen.

Die jetzt veröffentlichte Studie hat ein internationales Wissenschaftlerteam aus 31 Staaten in vierjähriger Forschungsarbeit erstellt. 

klimaretter.info/mb

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