Rohstoffverbrauch enorm gestiegen
Der Ressourcenverbrauch der Welt hat sich in den vergangen 30 Jahren um 80 Prozent erhöht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Sustainable Europe Research Institute (SERI). Den größten Anstieg im Rohstoffverbrauch verzeichnet demnach Asien: Von 4,7 Milliarden Tonnen im Jahr 1980 auf 21,1 Milliarden Tonnen 2008. Damit ist der Ressourcenverbrauch hier doppelt so hoch wie in den USA. Der Pro-Kopf-Ressourcenverbrauch liegt allerdings nur halb so hoch: In den USA sind es 27,5 Tonnen, in Asien 13,8 Tonnen. In Europa liegt er bei 14,7 Tonnen und ist damit seit 1980 praktisch unverändert geblieben.


Rohstoffe sind mehr als nur Zahlen und Geld. (Foto: KMJ/Wikimedia Commons)
Die Studie hat den Verbrauch fossiler Ressourcen wie Metallen, Mineralien und Energieträgern ebenso untersucht wie den Verbrauch landwirtschaftlicher Ressourcen wie zum Beispiel Biomasse. Den Autoren zufolge ist der Ressourcenverbrauch eine der Hauptursachen für die weltweiten Umweltprobleme. So sei er mit verantwortlich für den Verlust der Artenvielfalt sowie den Klimawandel. Während 18 Länder für den Verbrauch von mehr als drei Vierteln der globalen Ressourcen verantwortlich sind, verbrauchen die 100 ressourcensparsamsten Länder gerade einmal 1,5 Prozent aller Rohstoffe.
Würde sich der Ressourcenverbrauch aller Länder an das Niveau der OECD-Staaten angleichen, bräuchte die Menschheit im Jahr 2050 rund 2,7 mal so viele Rohstoffe wie jetzt - 180 Milliarden Tonnen anstelle von 67 Milliarden. Damit verbunden wäre ein Anstieg des Treibhausgasausstoßes von 30 auf 78 Milliarden Tonne. Der Wasserverbrauch der Landwirtschaft würde sich verdoppeln.
Die Wissenschaftler plädieren für eine Reduzierung des Rohstoffverbrauchs. Eine Alternative sei eine ressourceneffizientere Green Economy, die den Ländern eine Entwicklung ermögliche, aber gleichzeitig den schädigenden Einfluss auf die Umwelt und Ressourcen minimiere.
klimaretter.info/vana


























