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Umweltökonomin Elinor Ostrom tot

"Ja, wir müssen" statt "Yes, we can" - das ist eine Aussage der großen Ökonomin Elinor Ostrom, die am Dienstag gestorben ist. Wie die Universität von Indiana mitteilte, starb die Grande Dame der Umweltökonomie im Alter von 78 Jahren nach einem Krebsleiden. Als erste Frau überhaupt wurde sie mit dem Nobelpreis für Ökonomie geehrt, für eine Forschung mit schon fast revolutionärem Impuls: Ostrom zeigte, wie Menschen kooperieren und gemeinsam Regeln aufstellen, um die Umwelt und das Klima zu schützen und dem sogenannten Allmenden-Problem zu begegnen.

Foto_Ostrom_crOstrom war weltweit angesehen als eine führende Forscherin im Bereich der Umweltökonomie. Sie setzte sich mit der Frage auseinander, wie Menschen in und mit Ökosystemen nachhaltig wirken können. Im Münchner oekom-Verlag erschien zuletzt ihr Buch Was mehr wird, wenn wir teilen. Vom gesellschaftlichen Wert der Gemeingüter.

klimaretter.info hatte 2010 Gelegenheit, die Nobelpreisträgerin zu befragen - über Klimaschutz, grüne Dächer und warum man auf lokaler Ebene "schieben, schieben, schieben" muss. Das Interview fand damals in Schweden statt - und trug die Überschrift: "Ja, wir müssen" statt "Yes, we can". Sie sagte damals: "Ich habe mein Leben der Forschung gewidmet. Erst seit kurzem bin ich auch eine Aktivistin, ein kleines bisschen auf lokaler Ebene." Leider ist beides nun zu Ende - ein großer Verlust für die Klima- und Umweltbewegung.

klimaretter.info/reni

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