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Weltweiter Permafrost ist jetzt kartiert

Forscher der Universität Zürich haben die bislang präzisesten Karten von Permafrostböden der Welt erstellt. Ein Team um den Glaziologen Stephan Gruber stellt hochauflösende Bilder bereit, die in Google Earth betrachtet werden können. Eine Beschreibung der Verfahren zur Erstellung der Karten hat Gruber im Open Access-Journal The Cryosphere veröffentlicht.


Detailkarten sollen helfen, die Auswirkungen der auftauenden Permafrostböden zu beherrschen. (Foto: Stephan Gruber)

Durch den Klimawandel tauen Permafrostböden auf, was in den betroffenen Regionen zu massiven Problemen führt, so verlieren etwa Bauwerke verlieren ihre Stabilität. "Infolge des Klimawandels haben Gebiete mit Permafrost ein grosses Potenzial für unangenehme Überraschungen", erklärt Stephan Gruber. "Umso wichtiger ist es, dass sich Politik und Öffentlichkeit der Problematik von auftauenden Permafrostböden bewusst sind. Meine Karten visualisieren das sonst kaum sichtbare Phänomen Permafrost."

Zum betrachten der Karten kann man das Programm Google Earth nutzen. Die Webseite des Projekts stellt eine sogenannte KML-Datei zur Verfügung, die dort geöffnet werden kann.

Permafrostböden sind dauerhaft gefrorene Böden, die nahe den Polarregionen und teilweise auch in Gebirgen auftreten. Neben der Problematik der Gebäudestabilität verursachen Permafrostböden auch einen gefährlichen Rückkopplungseffekt, ein so genanntes Kipp-System: Unter ihnen sind Millionen von Milliarden Methan gespeichert, was im Falle eines Auftauendens entweicht. Methan ist ein 22 mal schädlicheres Klimagift als Kohlendioxid, weshalb das globale Auftauen den Klimawandel enorm beschleunigen würde, ohne dass der Mensch dagegen vorgehen könnte.

klimaretter.info/hb

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