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Hochwassergefahr in Großbritannien steigt

Das Vereinigte Königreich sieht sich in den kommenden Jahrzehnten vom Klimawandel bedroht. Aus einer Reihe von Bedrohungen ist einer Studie zufolge Hochwasser die ernstzunehmendste. Demnach könnten Niederschläge deutlich schwerer ausfallen und die derzeitigen Kosten von rund 1,4 Milliarden Euro jährlich auf rund 14 Milliarden Euro im Jahr 2080 ansteigen. Die Anzahl der von Hochwasser und Überflutung betroffenen Menschen könnte bis 2050 auf rund 1,7 bis 3,7 Millionen Menschen ansteigen. Im Jahr 2080 könnten gar etwa fünf Millionen Menschen betroffen sein, wie die britische Tageszeitung The Independent berichtet, der die Studie vorliegt. 


Die Tower Bridge in London - Symbol für das britische Königreich. Doch es sieht sich mit ernsthaften Herausforderungen im Zuge der globalen Erwärmung konfrontiert. (Foto: Diliff, Wikipedia)

Bob Watson, der an der Studie Climate Change Risk Assessment (CCRA) beteiligt war, bestätigt: "Ich denke, die Hochwasser-Frage ist die wichtigste von allen. Die Modelle zeigen: Insbesondere im Winter fallen Niederschläge deutlich mehr und auch heftiger aus." Hinzu kämen Gesundheitsgefährdungen für bestimmte Risikogruppen, insbesondere junge, alte oder kranke Menschen im Zuge immer heißer werdender Sommermonate. Außerdem erhöhe sich der Druck auf die Trinkwasserressourcen sowie auf die Farmer im Zuge extremerer Witterungsbedingungen. Krankheitserreger, die sich an die Umweltbedingungen auf der Insel anpassen konnten, könnten Mensch, Tier und Vegetation zunehmend ernsthaft gefährden.

Hier setze die Regierung die Prioritäten falsch, sagt Mary Creagh, die Schattenministerin der Opposition. Die Ausgaben für Hochwasserbekämpfung seien von der vergangenen Regierung sogar um 27 Prozent gekürzt worden. "Die Minister spielen Russisches Roulette mit den Häusern und Geschäften der Menschen, indem sie zu viel, viel zu schnell kürzen", so Creagh.

klimaretter.info/tony

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