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Wannsee-Reaktor soll weiterlaufen

Der Zehn-Megawatt-Forschungsreaktor des Helmholtz-Zentrum für Materialien und Energie in Berlin-Wannsee soll im März wieder in Betrieb gehen. Nach einem Bericht der Berliner Zeitung hat der Forschungsreaktor den sogennanten Stresstest, den die Bundesregierung nach dem Atomunfall in Fukushima für alle deutschen Atomkraftwerke angeordnet hatte, bestanden. Das Gefahrenpotenzial sei gering, weil die Brennstäbe in einem offenen Wasserbecken hängen, es keinen Druckbehälter gebe und der Reaktor sich bei Stromausfall selbst ausschalte. Außerdem betrage die Leistung nur einen Bruchteil eines Atomkraftwerks.


Forschungsreaktor Wannsee: Stresstest bestanden. (Foto: Helmholtz-Zentrum Berlin)

In dem Bericht wird allerdings auch eingeräumt, dass der Reaktor nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert ist. Der Reaktor besitzt nur ein dünnes Dach statt einer Betonsicherheitskuppel. Die Behörde zitiert ein Gutachten aus dem Jahr 1985: Abstürze seien damals "dem Restrisiko zugeordnet worden". Für einen solchen Fall sei nicht sicher festzustellen, ob das Reaktorbecken einem Aufprall standhalten würde. Dann liefe das Kühlwasser aus, der Reaktorkern würde schmelzen und Radioaktivität entwiche in die Umgebung. Zuvor könne man aber den heißen Kern notfalls per Wasserwerfer kühlen.

Die geplanten Routen für den neuen Flughafen in Berlin-Schönefeld sollen in rund 3,7 Kilometer Entfernung und in großer Höhe am Forschungsreaktor vorbeiführen. Eine Sprecherin den Zentrums sagte heute, zu Zeiten des Flughafens Tempelhof seien die Maschinen dichter vorbeigeflogen.

klimaretter.info/mare

 


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