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Energiewende: Bremser Atomkraft

 

Die fortgesetzten Investitionen in Atomkraft, insbesonders Investitionen in neue Atomkraftwerke, sind ein "signifikantes Hindernis" für die notwendige Wende hin zu einer nachhaltigen Energiewirtschaft, die auf Energieeffizienz und erneuerbaren Energien beruht. Das ist die Kernaussage einer Studie der Heinrich-Böll-Stiftung zum Thema Atomkraft und erneuerbare Energien.


Die machen die Praxis-Arbeit vor Ort: Greenpeace strahlt ein schwedisches AKW an. (Foto: Greenpeace)

Die Studienautoren kritisieren, dass neue Atomkraftwerke nur durch enorme staatliche Förderungen zu finanzieren sind, da die Kosten für diese Kraftwerke so hoch sind. Dazu kommen Kosten für die Entsorgung des radioaktiven Abfalls und Haftungskosten im Falle von Unfällen. Die Studienautoren weisen darauf hin, dass es heute keine Konzerne gibt, die Atomkraftwerke ohne staatliche Förderungen selbst finanzieren, und die Haftung bei Unfällen immer limitiert werden muss. Atomkraftwerke sind nicht nur teuer, sondern auch riskant, so das Resümee der Autoren.

Die staatlichen Förderungen, die in Atomkraft gesteckt werden, fungierten als "massive Bremse" für die Entwicklung von erneuerbaren Energien. Die Behauptung, dass Atomkraft und erneuerbare Energien sich gegenseitig ergänzen, sei ein "Mythos". Die staatlichen Fördergelder sind begrenzt, und da die Regulierung der Stromzufuhr von Atomkraftwerken sehr inflexibel ist, würden bei Überkapazität vornehmlich die flexibleren erneuerbaren Energien vom Netz genommen, kritisieren die Autoren. Auch das würde die Entwicklung neuer Energieformen behindern.

klimaretter.info/red

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