Ausstoß steigt trotz Wirtschaftskrise
Nach Berechnungen des Global Carbon Project (veröffentlicht im Journal Nature Climate Change) wird der Kohlendioxid-Ausstoß in 2011 voraussichtlich um drei Prozent ansteigen. Mehr als die Hälfte davon geht auf die zunehmende Verbrennung von Kohle zurück. Gleichzeitig mit den Schätzungen für das laufende Jahr gaben die Forscher auch die endgültigen Zahlen für 2010 bekannt. Demnach stiegen die weltweiten CO2-Emissionen im letzten Jahr um 5,9 Prozent. Dies ist der größte prozentuale Anstieg seit 2003 und der größte in absoluten Zahlen seit Beginn der Industriellen Revolution. Noch in den 1990er Jahren lag der jährliche Anstieg um ein Prozent.

2010: Rekordjahr für Kohlendioxid-Ausstoß. (Foto: GCP/Kodda-Shutterstock.com)
In China betrug der Anstieg 10,4 Prozent auf 2,2 Milliarden Tonnen Kohlendioxid. Die Volksrepublik ist damit der weltweit größte CO2-Emittent. An zweiter Stelle folgen die USA, in denen der Kohlendioxid-Ausstoß 2010 um vier Prozent auf 1,5 Milliarden Tonnen wuchs. Noch 2009 war er im Zuge der Wirtschaftskrise um sieben Prozent gefallen. Die Entwicklungsländer hatten insgesamt einen Anteil von 57 Prozent am weltweiten Kohlendioxid-Ausstoß. Glen P. Peters vom Center for International Climate and Environmental Research in Oslo, der an der Studie beteiligt war, verwies gegenüber der New York Times darauf, dass ein bedeutender Teil des Anstiegs dort dennoch auf die Industrieländer zurückzuführen ist, die ihre energieintensive Produktion teilweise verlagert haben.
"Jedes Jahr gehen die Emissionen weiter nach oben, gleichzeitig gibt es ein weiteres Jahr von Klimaverhandlungen, ohne Entscheidungen zu treffen", sagte Peters. "Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Entwicklung, die wir in den letzten zehn Jahren beobachten, sich ändern wird."
klimaretter.info/mare
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