Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Nachruf: Vertrauen in die Menschen

Nicht viele Wissenschaftler schaffen es, weit über die Grenzen ihrer eigenen Disziplin hinauszuwirken. Der US-amerikanischen Politikwissenschaftlerin Elinor Ostrom aber ist das gelungen. Mit ihrer Analyse der Gemeingüter gibt sie Menschen das Vertrauen zurück, an ihre eigene Gestaltungsmacht zu glauben.

Ein Nachruf von Daniel Boese und Eva Mahnke

"Eine Modell-Gesellschaft? Top-Down? Nein!" Es fehlte nicht viel und Elinor Ostrom hätte auf die Frage, wie ihre ideale Gesellschaft aussieht, aufgeschrien. "Das ist eine gefährliche Idee." Zuletzt wie etwa auf dem "Rework the World"-Gipfel 2010 in Schweden war die Mahnung vor einfachen Lösungen ihre zentrale Botschaft. Ein einziges Klima-Abkommen, eine einzige Regierung auf nationaler Ebene ohne Mitsprache von Städten und Regionen, das sei zu kurz gedacht. Es brauche viele verschiedene Ebenen, auf denen Menschen zusammenarbeiten – von einzelnen Gruppen über die Gemeinde, die Region bis hin zu Staat und internationaler Ebene.


Die Nobelpreisträgerin 2009. (Foto: Prolineserver/Wikimedia Commons)

Die Wissenschaftlerin Elinor Ostrom konnte begeistern, über die Grenzen ihrer eigenen Disziplin und selbst die Grenzen der Wissenschaft hinaus. Zum Beispiel war es 2010 in Schweden schwer zu sagen, wer mehr beeindruckt war: Die vielen jungen Aktivisten im Publikum, die die Frau sahen, deren Studien der Umweltbewegung ein Fundament verleihen. Oder Elinor Ostrom selbst, die von den vielen Beispielen für Kampagnen und Aktionen der zahlreich angereisten Aktivisten so begeistert war: "Ich überlege schon, wie wir diese Geschichten in unserem Institut in Bloomington weitergeben können", kündigte Ostrom an.

Erst 2009 war Ostrom – von Haus aus eigentlich Politikwissenschaftlerin – als erste Frau überhaupt mit dem Nobelpreis für Ökonomie ausgezeichnet worden. Die Ehrung gilt ihrem Lebenswerk: der Auseinandersetzung mit der Bewirtschaftung knapper Ressourcen. Bereits seit den 30er Jahren hat Ostrom wie kaum jemand anderes die Frage umgetrieben, wie menschliches Wirtschaften organisiert werden kann, ohne hierbei die natürlichen Lebensgrundlagen zu zerstören. Um ausgemergelte Böden sorgte sie sich hierbei ebenso wie um ausgebeutete Fischgründe, knappe Bewässerungsressourcen und abgeholzte Wälder. Und kämpfte dabei jahrzehntelang gegen ein wirkmächtiges Paradigma der Sozialwissenschaften: die sogenannte "Tragik der Allmende" und dem damit einhergehenden Ruf nach dem mächtigen Arm des Staates.

Menschen können Gemeingüter nachhaltig verwalten

1968 hatte der Biologe Garret Hardin einen gleichnamigen Aufsatz im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht und hiermit das Denken ganzer Wissenschaftlergenerationen geprägt. Hardin beschrieb das Phänomen einer frei zugänglichen Weide, auf der alle Mitglieder eines Dorfes ihre Schafe treiben dürfen. Der Mensch sei so gestrickt, so Hardin, dass jeder der Bauern versucht, einen größtmöglichen Vorteil aus der Situation zu ziehen. Für ihn ist es von Vorteil, noch ein Schaf, und noch eines, und noch eines, auf die Weide zu treiben. Weil nun aber jeder der Bauern so handle, sei die Weide am Ende übernutzt – und keinem der schlauen Bauern nützt die Weide noch etwas. Das nannte Hardin "tragisch", vor allem deshalb, weil der Eigennutz der Menschen – zwangsläufig – zur Übernutzung und damit Zerstörung jeder Ressource führen müsse.


Weidende Schafe – das Sinnbild für die angebliche "Tragik der Allmende". (Foto: Gabriele Delhey/Wikimedia Commons)

Ostrom aber widersprach der gängigen Denktradition vehement: "Anstatt anzunehmen, dass die Menschen, die ein Gemeingut teilen, unrettbar in einer Falle gefangen sind, aus der sie nicht entfliehen können, will ich zeigen, dass die Fähigkeit der Menschen, sich aus dieser Dilemma-Situation zu befreien, erheblich von den Umständen abhängt", beschrieb die Ressourcenökonomin ihr Programm: Jahrzehntelang reiste sie deshalb um die Welt, um Hardin zu widerlegen.

Entstanden ist hieraus eine umfangreiche Fallsammlung erfolgreicher menschlicher Kooperation. Ostrom hat die Grundprinzipien dieses Erfolgs analysiert: Zum Beispiel müsse es klare Regeln für die Verwendung von Wasser, Holz oder Boden geben, diese müssten überwacht und gegebenenfalls auch sanktioniert werden können. Vor allem aber müssen sich die Betroffenen an der Aushandlung der Regeln beteiligen können. Und zwar alle.

Damit hat die Wissenschaftlerin zum einen – sowohl theoretisch als auch praktisch unterfüttert – immer wieder darauf hingewiesen, dass Menschen nicht zwangsläufig blind agierende Egoisten sind, sondern Wesen mit der Fähigkeit zu Kommunikation und Verhandlung – und gab den Menschen damit auch den Mut zurück, an ihre eigene Gestaltungskraft zu glauben. Zum anderen regte sie sie auf der ganzen Welt an, darüber nachzudenken, wem die natürlichen Ressourcen gehören und wer wie über sie verfügen darf. In den vergangenen Jahren haben die Debatten um die Allgemeingüter wieder Hochkonjunktur, ob es hierbei um Umweltressourcen, geistiges Eigentum oder den öffentlichen Raum handelt. Neben der Wissenschaft diskutiert vor allem auch die Zivilgesellschaft intensiv Ostroms Ideen.

Nicht auf die eine große Lösung warten

Natürlich geriet Ostrom im vergangenen Jahrzehnt auch die Erdatmosphäre als eine der größten globalen Ressourcen und das Problem des Klimawandels in den Blick. Vor dem Hintergrund ihres Wissens um die lokale Gestaltungsmacht und ihrer Enttäuschung von den internationalen Klimaverhandlungen warnte sie im Interview mit klimaretter.info eindringlich: "Auf dieser höchsten Ebene sehe ich keine großen Bemühungen und keine Chance. Dort haben wir harte Auseinandersetzungen. Selbst wenn es ein Abkommen geben würde: Um es umzusetzen, braucht es jede Menge kreative und vorstellungsreiche Ideen auf der untersten Ebene. Dort müssen wir Druck machen und alles tun, was wir können." Ihre wichtigste Botschaft: "Es geht dabei nicht um 'Yes we can', sondern um 'Ja, wir müssen'."


Mit Regeln, die alle Betroffenen gemeinsam miteinander aushandeln, können Menschen Ressourcen durchaus nachhaltig nutzen. (Foto: No a castilla)

Und auch im Vorfeld des Umweltgipfels im brasilianischen Rio de Janeiro beschwor Ostrom die Weltgemeinschaft noch einmal, nicht wie gebannt auf den Abschluss gewichtiger Abkommen zu warten. "Stillstand in Rio wäre eine Katastrophe, aber ein einziges internationales Abkommen wäre ein schwerer Fehler. Jahrzehnte von Forschung zeigen, dass eine Vielzahl von Abkommen und politischen Initiativen von Städten, Regionen, Nationen und internationalen Abkommen mit höherer Wahrscheinlichkeit funktionieren als einzelne breite Verträge."


comments powered by Disqus
Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Das könnte Sie auch interessieren:

Mittwoch, 13. Juni 2012, 06:08 Uhr
Umweltökonomin Elinor Ostrom tot
Foto_Ostrom_crAls erste Frau der Welt erhielt sie den Nobelpreis für Ökonomie - für ein Umweltthema [mehr...]
Dienstag, 22. Juni 2010, 18:08 Uhr
Auf allen Ebenen gegen den Klimawandel
theageofstupid2 Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom an der TU Berlin: Ein globales Klimaschutzabkommen sei zwar wichtig, es wäre jedoch dumm, sich einzig und allein darauf zu verlassen. Lokale Aktivitäten müssen ihrer Ansicht nach vermehrt im Fokus stehen. Unmutsäußerungen und Proteste gab es gegen Vattenfall, den Sponsor der Veranstaltung.
Aus Berlin HANNO BÖCK   [mehr...]
Mittwoch, 16. Juni 2010, 09:42 Uhr
"Ja, wir müssen" statt "Yes, we can"
Foto_Ostrom_crElinor Ostrom erhielt als erste Frau den Nobelpreis für Ökonomie. Ihre Forschung gibt schon fast revulotionäre Impulse: Ostrom zeigt, wie Menschen kooperieren und gemeinsam Regeln aufstellen, um die Umwelt zu schützen. klimaretter.info sprach mit der Nobelpreisträgerin über Klimaschutz, grüne Dächer und warum man auf lokaler Ebene "schieben, schieben, schieben" muss.
Interview von Daniel Boese [mehr...]
Donnerstag, 05. Februar 2015, 16:26 Uhr
"Die ökonomisch optimale Klima-Lösung"
BildZwei Londoner Wissenschaftler haben erstmals Zahlen präsentiert, auf welchen Anteil ihrer Kohle-, Öl- und Gasreserven einzelne Staaten und Regionen verzichten müssen, wenn die Erderwärmung nicht über zwei Grad steigen soll. Der Klimapolitik-Experte Michael Jakob erklärt, warum wir diese Zahlen für den globalen Klimaschutz brauchen.
Interview: Eva Mahnke [mehr...]
Montag, 30. Januar 2012, 18:03 Uhr
"Grüner Kapitalismus ist keine Lösung"
Bereits zum sechsten Mal hat in der vergangenen Woche in Porto Alegre das Weltsozialforum getagt. Nach Ansicht der Gipfelteilnehmer sollten die lebenswichtigen Ressourcen Luft, Land, Energie und Wasser vergemeinschaftet werden. Mit der Fokussierung auf Gemeingüter wollen sie den alten Gegensatz zwischen Markt und Staat überwinden.
Aus Porto Alegre Gerhard Dilger [mehr...]
Freitag, 12. Dezember 2014, 11:10 Uhr
"Ja, wir müssen, ja, wir können"
13.000 Delegierte und Beobachter suchen auf der Klimakonferenz in Lima derzeit den Fortschritt. In einer kleinen Serie stellt klimaretter.info einige von ihnen vor. Heute: Al Gore, Ex-Vizepräsident der USA, Nobelpreisträger und Oscar-Gewinner. Das Porträt: Einer von 13.000
Von Benjamin von Brackel [mehr...]
Samstag, 25. Januar 2014, 15:23 Uhr
"Klimawandel bringt Wasserstress"
BildSchon jetzt leiden ein bis zwei Prozent der Menschen unter absoluter Wasserknappheit. Der Klimawandel wird dieses Problem erheblich verschärfen. Jacob Schewe von Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung über neue Nutzungskonkurrenzen um ein wertvolles Gut und wie man damit umgeht.
Interview: Joachim Wille [mehr...]
Dienstag, 20. November 2012, 10:57 Uhr
"Wir brauchen ein anderes Wachstum"
Die Wirtschaft der Welt wächst und wächst – und mit ihr der vor allem fossile Energieverbrauch. Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur IEA werden die Staaten bis 2050 ein Drittel mehr Energie benötigen als heute. Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Doha fordert der Versandhandelschef Michael Otto nun eine Abkehr der Industrieländer vom rein quantitativen Wachstum. Teil 5 unserer Serie Doha-Countdown
Interview: Marco Eisenack, Toralf Staud, Joachim Wille [mehr...]
Montag, 16. Dezember 2013, 10:58 Uhr
"Wir brauchen wieder utopisches Denken"
BildBei der Energiewende geht es nicht nur um erneuerbare Energien, sondern um einen ganz neuen, auf Vermeidung ausgerichteten Umgang mit Rohstoffen. Der erste Schritt dazu ist ein Wechsel der Perspektive vom vermeintlich Machbaren zum tatsächlich Notwendigen, sagt Michael Müller, bis 2009 Parlamentarischer Staatssekretär im Umweltministerium, heute Vorsitzender der Naturfreunde Deutschlands.
Interview: Nick Reimer [mehr...]
Dienstag, 20. August 2013, 08:05 Uhr
Ab heute Dunkelheit und Durst
 straenacht-nick.jpgEs ist "World Overshoot Day": Alle Rohstoffe, die ein intakter, sich selbst erneuernder Planet in diesem Jahr zur Verfügung stellen kann, sind seit heute aufgebraucht. Ab jetzt leidet die Erde unter der ökologischen Übernutzung. Oder vielleicht doch nicht? Die Wissenschaft sorgte für Verwirrung.
Von Nick Reimer [mehr...]
Montag, 06. April 2015, 09:02 Uhr
Ab heute kein Fisch mehr
BildHeute ist "Fish Dependence Day": Jeder Fisch, der bis zum Jahresende gegessen wird, muss rein rechnerisch importiert werden [mehr...]
Donnerstag, 25. September 2014, 08:30 Uhr
Alternativer Nobelpreis für Bill McKibben
BildDer US-amerikanische Klimaaktivist und Autor erhält den "Right Livelihood Award" [mehr...]
Donnerstag, 04. September 2014, 13:20 Uhr
Degrowth noch zu europäisch
BildIst die Degrowth-Bewegung nur eine Sache der Industriestaaten? Teilnehmer der Konferenz in Leipzig fordern, die Perspektiven Lateinamerikas stärker zu berücksichtigen und Alternativen zur zerstörerischen Rohstoffausbeutung des Kontinents mit der Wachstumskritik aus Europa zu verknüpfen. Teil 4 unserer Serie zur "Degrowth 2014".
Aus Leipzig Eva Mahnke [mehr...]
Mittwoch, 03. September 2014, 12:13 Uhr
Degrowth-Auftakt: "Ein magischer Moment"
BildDer Andrang auf der 4. Internationalen Degrowth-Konferenz in Leipzig sprengt die Säle, die Stimmung ist enthusiastisch. Der Konferenzauftakt am Dienstagabend zeigt: Die wachstumskritische Szene hat eine beachtliche Größe und Dynamik erreicht. Nun will sie mit sozialen und ökologischen Bewegungen zusammengehen. Teil 3 unserer Serie zur "Degrowth 2014".
Aus Leipzig Eva Mahnke [mehr...]
Freitag, 12. November 2010, 13:24 Uhr
Den Menschen ins Boot holen
Wie reagiert der Mensch auf Umweltveränderungen? Führende Klimaforscher fordern Zusammenarbeit von Natur- und Gesellschaftswissenschaften [mehr...]

Werbung

Meinungen: Überraschung der Woche

Dreiste Atomkonzerne, echter Ökostrom und Energiewendesignale aus Frankreich

BildKalenderwoche 31: Hinter dem Manöver der Energiekonzerne, die für die Atomrückstellungen vorgesehenen Gelder zu investieren und damit ihren Verlust zu riskieren, vermutet Jens Mühlhaus, Vorstand der Green City Energy AG und Mitherausgeber von klimaretter.info, den Versuch, der Regierung eine Atomstiftung abzutrotzen. Das Risiko auf die Steuerzahler abzuwälzen, ist für ihn aber ein "absolutes No-Go". [mehr...]

Meinungen: Kommentar

75 Seiten sind zu viel

BildDer Entwurf für das "Paris-Protokoll" liegt endlich vor. Auf dieser Basis soll im Dezember in der französischen Hauptstadt der neue Weltklimavertrag beschlossen werden, der erstmals alle Staaten der Welt verpflichtet, etwas gegen die Erderwärmung zu tun. Umweltverbände kommentierten das Papier unerwartet positiv. Dabei gibt es wenig Grund für Optimismus.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]

mehr...

Bild
Debattenserie

Deutschland und sein Klimaziel

Reicht das?" – fragt klimaretter.info in einer Debattenserie: Es geht um das 40-Prozent-Ziel der Bundesregierung. Die ersten 15 Prozent CO2-Reduktion ab 1990 waren nach dem Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft leicht zu erreichen. Dann wurde es schwieriger. Jetzt bleiben nur noch viereinhalb Jahre für die fehlenden 13 Prozent. Reichen die politischen Instrumente? [mehr...]

Aufmacherbild
Aktion des Monats

Der Kohleindustrie das Geld entziehen

Großinvestoren wie Deutsche Bank, Allianz und Commerzbank sollen vor dem Weltklimagipfel in Paris öffentlich erklären, dass sie aus der klimaschädlichen Kohlefinanzierung aussteigen. Eine solche Zusicherung, ein "Paris Pledge", fordern Nicht­regierungs­organisationen jetzt von allen Banken. Bürger und Organisationen können online unterschreiben. [mehr...]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

BildUnabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung!

Zurzeit finanzieren unsere Leserinnen und Leser rund eine viertel Redakteursstelle. Außerdem ermöglichten sie zuletzt die Berichterstattung zur Klimakonferenz in Lima. [mehr...]

Werbung


Neues vom Kooperationspartner
Neuer Ort für Degrowth-Sommerschule
BildAuf der Sommerschule vom 9. bis 14. August im Rheinischen Revier wird Wachstumskritik konkret. "Keine Klimagerechtigkeit ohne Degrowth" – unter diesem Motto geht es eine Woche lang um Antworten auf eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. [mehr...]

Yahoo, n-tv & Co: Maxi-Quatsch zur ‚Mini-Eiszeit‘

Hach, wäre das nicht toll, wenn uns die Sonne den Klimaschutz abnähme? Wenn ein Sinken der Sonnenaktivität die Erderwärmung ausbremsen würde, ja, dann könnten RWE und Vattenfall weiterhin fröhlich Braunkohle verfeuern, dann könnten alle Menschen einen dieser bulligen SUV-Stadtgeländewagen fahren,[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Politik fürs deutsche Klimaziel - Reicht das?
Netzausbau - Die größte Baustelle der Energiewende
Klimawandel vor der Tür - Deutschland passt sich an
Degrowth 2014 - Kongress der Wachstumskritiker
EEG 2014
 - Was sich für wen ändert
Grünes Geld
 - So legen Sie Ihr Geld gut grün an
Atomkatastrophe Fukushima
 - Drei Jahre danach
Ästhetik der Energiewende - Alles verspargelt?
Sotschi 2014 - Winterspiele in den Subtropen
Koalitionsvertrag 2013 - Schlimmer als befürchtet
Volksentscheid in Hamburg - Rückkauf der Netze
Bundestagswahl 2013 - Energiewende auf der Kippe
Zukunft des EEG - Die Debatte zum "EEG 2.0"
EEG-Umlagebefreiung - Ausnahmen als Regel
Die Gesetze der Energiewende
 - Eine Analyse
Atomkraft nach Fukushima - Weltweites Innehalten 
25 Jahre Tschernobyl - Nichts gelernt aus dem GAU?
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategien - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Gekippte Kohlekraftwerke - Ausgekohlt
Nordrhein-Westfalen-Wahl 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima ist Nebensache
Die Meseberg-Beschlüsse - Merkels Klimabilanz
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung

Werbung


Verlagssonderveröffentlichung
Das optimale Solardach finden
BildOb sich der Einbau einer Solaranlage lohnt, hängt auch stark vom Standort der jeweiligen Immobilie an. Bessere Auskünfte als die bisher vereinzelt vorhandenen Solardachkataster bietet das Projekt Solarmaps.de – vorerst für das Saarland und ab 2017 bundesweit. [mehr...]

Klimakonferenz-Specials

Bonn Juni 2015 - Der Fahrplan für Paris
Berlin Mai 2015 - Der sechste "Petersberger Dialog"
Was Lima wert ist - Meinungen und Analysen
Lima Dezember 2014 - COP 20 in Peru
Lima-Countdown - Die Welt vor Lima
New York September 2014 - Der Ban-Ki-Moon-Gipfel
Berlin Juli 2014 - Der fünfte "Petersberger Dialog"
Bonn Juni 2014 - Die neue Ernsthaftigkeit
Was Warschau wert ist - Meinungen und Analysen
Warschau November 2013 - COP 19 in Polen
Warschau-Countdown - Die Welt vor Warschau
Bonn Juni 2013 - Kein Sinn für Dringlichkeit
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP 18 in Katar
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP 17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - COP 16 in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen Dezember 2009 - COP 15
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel 

Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - COP 14 in Polen
Bali Dezember 2007 - COP 13 in Indonesien

Werbung

Facebook-Empfehlungen

klimaretter.info auf Twitter

klimaretter.info Newsletter

klimaretter.info Newsfeed

Hier gehts zu einer Übersicht unserer Newsfeeds


Werbung


Ressorts

Politik

Bild
Cameron bricht alle Umweltversprechen

Umweltverbände klagen: Seit seinem Wahlerfolg im Mai streicht der britische Premier alle "grünen" Maßnahmen zusammen [mehr...]
Energie

Bild
Brüssel mag Ökostrom-Eigenverbrauch

EU-Kommission will Stromverbraucher zu "Prosumenten" machen. Eigenverbrauch soll aktiv gefördert werden [mehr...]
Protest

Bild
Im August zelten die Klimaschützer

Zwei große Protestcamps gegen Braunkohle sind geplant – die Wachstumskritiker der Degrowth-Bewegung schließen sich an [mehr...]
Wirtschaft

Bild
Peabody Energy mit Milliardenverlust

Die US-Kohlekonzerne stecken in einer tiefen Krise – wegen Fracking, Divestment und Klimavorgaben [mehr...]
Mobilität

Bild
E-Autos noch viel zu materialintensiv

Forscher empfehlen langfristige Integration der Elektromobilität statt kurzfristiger Kaufanreize. Lithium-Knappheit befürchtet [mehr...]
Forschung

Bild
Klimawandel? Noch nie gehört!

Während in Industrieländern das Wissen über die Erderwärmung weit verbreitet ist, fehlt es in den Entwicklungsländern [mehr...]
Umwelt

Bild
Wo kommt nur all das Öl her?

Teersandförderung: Fünf Millionen Liter bitumenhaltiges Wasser in Kanada ausgelaufen. Leck blieb wochenlang unentdeckt [mehr...]
Konsum

Bild
Briten sind im Plastiktütenfieber

Der Verbrauch der Einwegtaschen ist 2014 wieder hochgegangen. London will jetzt Mindestpreis [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Bild
75 Seiten sind zu viel

Der Entwurf für das "Paris-Protokoll" liegt endlich vor. Auf dieser Basis soll im Dezember in der französischen Hauptstadt der neue Weltklimavertrag beschlossen werden, der erstmals alle Staaten der Welt verpflichtet, etwas gegen die Erderwärmung zu tun. Umweltverbände kommentierten das Papier unerwartet positiv. Dabei gibt es wenig Grund für Optimismus.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]
Standpunkte

Bild
"Wir brauchen eine langfristige Perspektive"

In Tansania werden die Menschen ungeduldig. Manchmal nennen sie ihre Vertreter auf den UN-Klimakonferenzen "Klima-Touristen". Die Bevölkerung leidet unter den Folgen des Klimawandels und drängt auf verbindliche Zusagen. Jetzt muss dringend Geld fließen.
Ein Standpunkt von Sixbert Mwanga, Climate Action Network Tanzania
[mehr...]
Rezension

Bild
"Ein Buch, das jeden packt"

Wer Weltklimapolitik verstehen und über den Tellerrand deutscher Klimapolitik hinausschauen will, sollte "Schlusskonferenz" von Nick Reimer lesen. Das Buch beschreibt packend die großen Momente aus gut 20 Jahren Klimadiplomatie.
Eine Rezension von Lutz Wicke, Institut für Umweltmanagement, Umweltstaatssekretär a.D. in Berlin
[mehr...]
Kolumnen

Bild
Mein Hassobjekt: Der Handyshop

Handyshops sind keine Fachgeschäfte, sondern das genaue Gegenteil: Undurchschaubare Produkte, inkompetente Beratung, überhöhte Preise. Sie verkörpern alles, was schlecht ist am globalisierten Raubtier­kapitalismus: Prekäre Beschäftigung, Ressourcen­vergeudung, Konsum- und Kommunikationsterror.
Eine Kolumne von Georg Etscheit
[mehr...]
Überraschung der Woche

Bild
Technische Glaubensfragen, unzureichende Emotionen und beschwiegene Systemkonflikte

Kalenderwoche 30: Dass die japanische Regierung die Evakuierung in Fukushima aufheben und sogar wieder voll in die Atomkraft einsteigen will, ist verantwortungslos – und naiv technikgläubig, sagt Michael Müller, SPD-Vordenker, Ko-Vorsitzender der Endlagerkommission und Mitherausgeber von klimaretter.info. [mehr...]