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Chinas Hunger wächst und wächst

China wird sich in der kommenden Dekade zum größten Importeur für landwirtschaftliche Produkte entwickeln. Dies prophezeite der chinesische Forscher Cheng Guoqiang nach Angaben einer chinesischen Nachrichtenagentur auf der Konferenz "Peking-Forum". Die landwirtschaftlich nutzbare Fläche sei begrenzt und gleichzeitig die landwirtschaftlichen Technologien schlecht entwickelt. Cheng, der im Entwicklungsbüro des Chinesischen Staatsrates arbeitet, wies darauf hin, dass den Chinesen weitaus weniger Fläche pro Kopf zur Verfügung stehen als im weltweiten Durchschnitt. Beim Import von Baumwolle und Sojabohnen steht das Land schon jetzt an der Spitze. Andere massenhaft importe Güter sind Zucker und Mais.


Wie den zunehmenden Hunger einer zunehmenden Nation stillen? Schnell-Imbiss in der Nordchinesischen Stadt Ürütschy. (Foto: Reimer)

Seit Jahren verschärfen führen nicht nur beschränkte Wasserreserven und zunehmend extreme Witterungsbedinungen die Lage. Auch der steigende Fleischkonsum im Land lässt den Bedarf an Getreide erheblich anwachsen. Zu Beginn des Jahres hatte das chinesische Agrarministerium bereits prognostiziert, dass der Getreidebedarf von 600 Millionen Tonnen in 2010 um jährlich vier Millionen Tonnen wachsen werde. China produziert auf seinem eigenen Boden lediglich rund 545 Millionen Tonnen. Deshalb versucht das Land in großem Stile in Drittstaaten - vor allem in Afrika - Produktionsflächen aufzukaufen - was hinlänglich als Landgrabbing bezeichnet wird.

Nach einem Bericht der Zeitung Southern Metropolitan Daily sind nach Angaben des Pekinger Umweltministeriums mittlerweile etwa ein Zehntel von Chinas Ackerland mit Schwermetallen wie Blei verseucht. China ist der weltgrösste Blei-Verbraucher. 70 Prozent des Metalls geht in die Batterie-Herstellung.

klimaretter.info/em

 

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