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Weltweit hungern 925 Millionen Menschen

Weltweit hungern etwa 925 Millionen Menschen. Das gab die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft FAO in Rom am Rande der 37. Tagung des Welternährungsausschusses bekannt. Zudem stiegen die Nahrungsmittelpreise auf das höchste Niveau seit Ende der 70er Jahre. Ein Anstieg des Hungerleids sei nur eine Folge, eine andere politische Instabilität, so die FAO. Nach letzten Berichten der Weltbank rutschten wegen der gestiegenen Nahrungsmittelkosten in diesem Jahr weitere 70 Millionen Menschen in extreme Armut ab.


Der Klimawandel führt immer häufiger zu Extremwetter-Ereignissen. Hier versuchen Hirten in Äthiopien dem völlig versengtem Boden für ihre Ziegen etwas Freßbares abzutrotzen. (Foto: Nick Danziger/Oxfam)

In ihren Milleniumszielen hatte die UNO im September 2000 beschlossen, bis 2015 den weltweiten Hunger zu halbieren. Von diesem Ziel ist die Welt meilenweit entfernt. Der Welthunger-Index 2011 zeigt, dass sich die globale Hungersituation seit 1990 lediglich geringfügig verbessert hat. Die höchsten WHI-Werte und damit den größten Hunger verzeichnen Südasien und Afrika südlich der Sahara.

Auf der Tagung steht zum 22. Oktober auch das sogenannte Landgrabbing auf der Agenda. Nach FAO-Schätzungen kauften ausländische Investoren in den vergangenen Jahren zwischen 50 und 80 Millionen Hektar Land in Entwicklungs- und Schwellenländern auf, oft um dort für die eigenen Märkte produzieren zu lassen. Die internationalen Teilnehmer - darunter auch Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) und der französische Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire - wollen "Leitlinien zum verantwortungsvollen Umgang mit Land" beschließen. "Private Investoren dürfen die Menschenrechte und Landrechte der lokalen Bevölkerung nicht verletzen", so Ministerin Aigner. Allerdings sollen diese nur freiwilligen Charakter haben - also nicht bindend für die Mitgliedsländer werden.

klimaretter.info/reni

UN UN-Welternährungswoche beginnt in Rom

Rom (dpa) - In Rom startet heute die Welternährungswoche der Vereinten Nationen. Zum Auftakt begeht die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) den Welternährungstag 2011. Im Anschluss soll die 37. Tagung des UN-Welternährungsausschusses (CFS) eröffnet werden.

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Bis zum 22. Oktober wollen die internationalen Teilnehmer - darunter auch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und der französische Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire
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