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Hunger durch fehlende Klimaanpassung

Die Dürre in Osatafrika war absehbar und der Hunger hätte verhindert werden können: Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) und die kirchliche Hilforganisation Misereor machen für die Katastrophe vor allem die fehlende Hilfe für Viehzüchter und Kleinbauern und den sich verschärfenden Klimawandel verantwortlich. In einem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung erklärte Misereor-Chef Martin Bröckelmann-Simon, dass humanitäre Katastrophen wie die Hungersnot in Ostafrika vor allem politischen und sozialen Ursachen und ausschließlich kurzfristigen Hilfsprojekten geschuldet seien.


Für die Dürre sind viele Faktoren verantwortlich: Doch man hätte mit den richtigen Maßnahmen den Hunger verhindern können, meinen UN- und Hilfsorganisationen. (Foto:Oxfam)

Vor allem der Klimawandel verschlimmere die Lage der Menschen zusehens: Während es früher alle fünf bis acht Jahre eine Dürre gegeben habe, würden nun in einigen Regionen die Regenzeiten drei bis vier Mal hintereinander ausbleiben. Die Niederschläge würden sich insgesamt verkürzen, so Bröckelmann-Simon. Hinzu komme die expansive Viehzüchtung, die das vorhandene Weideland stark beanspruchen würde. Diese ohnehin schwierige Lage werde durch die Konflikte um Land und Wasser verschärft.

Auch die FAO sieht einen dringenden Bedarf, Ostafrika nachhaltig auf die neuen Klimaverhältnisse vorzubereiten. Ihr Chef Jacques Diouf warnte, dass die Dürren in den nächsten Jahren noch einmal zunehmen könnten. Er forderte dazu auf, den Viehzüchtern und Ackerbauern bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu helfen und entsprechende Programme und Projekte zu initiieren.

Ein Aufruf von 35 afrikanischen und europäischen Schriftstellern mahnt ebenfalls strukturelle Veränderungen an, um Hungerkatastrophen künftig zu verhindern. Sie kritisieren das Nichtstun der Politik in den letzten Jahren. Die Unterzeichner fordern eine aktive Bekämpfung des Klimawandels sowie den Aufbau einer nachhaltigen Landwirtschaft, das Verbot der Spekulation mit Nahrungsmitteln und des modernen Landraubs. Fehlentwicklungen wie die Verwendung fruchtbarer Gebiet für die Biospritproduktion oder den Export von Nahrungmitteln müsse entschieden begegnet werden.

klimaretter.info/sg

 


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