Aigner will mehr Umweltauflagen
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will direkte Beihilfen an Bauern zukünftig vermehrt von Umweltauflagen abhängig machen. "Wir wollen künftig noch zusätzliche ökologische Elemente einbauen", sagte Aigner in einem Interview mit dem Berliner Tagesspiegel. "Ich stelle mir dafür ein Baukasten-System vor, einen Katalog von Maßnahmen. Jeder Landwirt soll sich daraus ein paar Agrar-Umweltmaßnahmen auswählen. Nur dann erhält er die volle Förderung", so Aigner.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner. (Foto: ilse-aigner.de)
Aigner verteidigte im Interview auch das Engagement von Finanzinvestoren in der Landwirtschaft. "Wir brauchen die Finanzanleger, weil die Bauern über die Warenterminbörsen ihre Erträge absichern und dazu ein bestimmtes Volumen an Kapital notwenig ist", so Aigner. Allerdings dürften "Spekulanten" die Preise nicht "zu sehr in die Höhe treiben". "Für den Notfall" müssten "Regulierungsmechanismen wie Preis- und Positionslimits" eingebaut werden.
Unterdessen haben auf der Jahrestagung des amerikanischen Wissenschaftsverband AAAS Experten vor den ökologischen Folgen der derzeitigen Landwirtschaft gewarnt. Diese sei "der größte Feind des Planeten", sagte Jason Clay vom World Wide Fund for Nature WWF. Zurzeit verbrauche man einen Liter Wasser, um eine Kalorie Nahrung zu gewinnnen.
klimaretter.info/mare
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