Überfischung der Meere auf Rekordhoch
Die Überfischung der Meere nimmt mit großer Geschwindigkeit zu und ist 2010 auf ein Rekordhoch geklettert. Die Menschen haben im vergangenen Jahr mehr Fisch gegessen als jemals zuvor, durchschnittlich 17 Kilogramm pro Person pro Jahr machen rund 15 Prozent der tierischen Eiweiße aus, die ein Mensch zu sich nimmt – die UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) hat ihren jüngsten Weltfischereibericht veröffentlicht.

Weltfischereibericht: Die Meere sind überfischt. (Foto: Michael Schulze von Glaßer)
540 Millionen Menschen und damit acht Prozent der Weltbevölkerung verdienen ihren Lebensunterhalt im Fischereigewerbe. Auf der anderen Seite sind rund 32 Prozent der Fischbestände überfischt oder zusammengebrochen. Bei lediglich drei Prozent der Arten könnten mehr Fische gefangen werden, ohne dass der Bestand gefährdet wäre, so die FAO.
Im ihrem Bericht warnt die Welternährungsorganisation auch davor, dass sich die Situation für die Fische mit zunehmendem Klimawandel verschlechtern wird. Durch die globale Erwärmung steigt auch die Oberflächentemperatur der Meere, außerdem sorgt der Klimawandel für eine Veränderung des Salzgehaltes an der Meeresoberfläche. Die Fische finden dadurch weniger Nahrungsmittel. Warmwasserarten breiten sich aus, viele Fische ziehen sich in kühlere Gegenden um die Pole oder in tiefere Meeresschichten zurück.
Meere sind wichtige Kohlendioxidsenken. 93 Prozent der globalen Kohlendioxidbestände sind in den Ozeanen gespeichert. Mehr als 30 Prozent der jährlichen Kohlendioxidemissionen werden von den Meeren aufgenommen, so die FAO. Die sogenannten "blue-carbon-Senken" sind lebenswichtig für die Produktivität in den Küstengebieten, spielen bei der Pufferung von Verschmutzung und Extremwetterphänomenen eine Rolle und sind nicht zuletzt ein wichtiger Faktor der Nahrungsmittelsicherheit.
klimaretter.info/jot
Guter Journalismus kostet
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto
Die Schlagzeilen um 15 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Überraschung der Woche
Röttgens Täuschung, Altmaiers Fahrrad und Merkels Verantwortung Kalenderwoche 20: Fachlicher Kompetenz führt nicht dazu, ein politisches Amt zu begleiten. Aber das ist leider ein allgemeiner Trend, findet Michael Müller, SPD-Politiker und -Vordenker und Mit-Herausgeber von klimaretter.info: In der Politik kommt es heute mehr auf das Management von Macht an als auf eine programmatische Idee. [mehr...]
Meinungen: Etscheits Alltagsstress
Ich liebe es! Einmal den Uli Hoeneß machen, auf jedes Umweltgewissen pfeifen und beim Burgerbrater um die Ecke so richtig die Ökosau rauslassen - wäre das nicht irgendwie herrlich? Nun ja ... Lesen Sie selbst!
Von Georg Etscheit [mehr...]
Jahrestag
Das Fukushima-Dossier
11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab. [mehr]
Aktion des Monats Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr] | Zu Ihrem Vorteil Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende
Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | Klimaretter-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...] |
Vattenfall: Einfach schlecht vorbereitet
Es gibt Werbekampagnen, die so schlecht sind, dass man sich fragt, wie sie jemals zustande kommen konnten. Ist die Agentur zu blöd? Wollen die Chefs, die die Kampagne abnehmen, ihre Firma bewußt schädigen? Ist das Produkt so miserabel, dass es[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





Das schädliche Treibhausgas Kohlendioxid ist auch für die Versauerung von Meeren verantwortlich. Dadurch wird unter anderem die Lebensgrundlage von Seesternen, Seeigeln, Muscheln und Schnecken bedroht. Klimaretter.info sprach mit Hans-Otto Pörtner, Biologe am Alfred-Wegener-Institut und einer der Autoren des 2014 erscheinenden fünften Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC, über die Auswirkungen auf Mensch und Tier.
Welternährungsorganisation will Kohlendioxid-intensive Nahrungsmittelproduktion künstlich verteuern
Die Versauerung der Meere durch Kohlendioxid gefährdet Fischbestände, so das Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften
Weltweit landet nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO etwa ein Drittel der gesamten Nahrungsmittelproduktion auf dem Müll. Damit werden auch Ressourcen wie Wasser und Energie vergeudet - und unnötige Treibhausgas-Emissionen freigesetzt.
Auf dem letzten Gipfel gaben die G20 eine Studie zum Zusammenhang zwischen Nahrungsmittelkrise und Agrosprit in Produktion - der jetzt in Cannes keine Rolle mehr spielt
Subtropisches Wasser dringt ununterbrochen in arktische Fjorde ein und lässt Gletscher schneller schmelzen. Grund sind Veränderungen der Meeresströmungen. Forscher führen das auf den Klimawandel zurück
Stellvertretender Agrarminister: Eigene Ernte sinkt auch durch Zunahme von Wetterextremen
Volksrepublik wird sich nach Einschätzung binnen zehn Jahren zum größten Importeur für landwirtschaftliche Produkte entwickeln
Die Atlantikströmung wärmt sich deutlich schneller auf als der Rest der Ozeane
Plus 0,45 Grad Celsius pro Dekade: NASA-Forscher haben Temperaturen von 167 großen Seen in aller Welt untersucht
Die starken Preisschwankungen auf den Agrarmärkten gefährden vor allem die Ärmsten
Jahr für Jahr gehen laut Welternährungsorganisation FAO rund vier Millionen Hektar an sogenanntem Primärwald verloren. Insgesamt nimmt die Waldfläche weltweit um jährlich 13 Millionen Hektar ab. Von Johanna Treblin
Bodenerosion in Gebirgen gefährdet notwendige Intensivierung der Landwirtschaft



