Bio bleibt Sonntagskost
Verbraucher in Deutschland greifen mit am häufigsten zu Bio-Produkten. Das geht aus einer Umfrage der TNS Infratest hervor, für die 7.592 Menschen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Russland und Spanien befragt wurden. Auch hierzulande haben demnach jedoch nur sechs Prozent täglich Bio auf dem Speiseplan, die Mehrheit verzehrt nur wöchentlich oder monatlich Produkte aus ökologischer Landwirtschaft.

Bio? Billiger sind oft die Produkte aus konventioneller Landwirtschaft. (Foto: Michael Schulze von Glaßer)
Insgesamt isst der Studie zufolge ein Viertel der Europäer einmal pro Woche Bioprodukte, dazu gehören vorwiegend Gemüse (59 Prozent), Obst (52 Prozent) und Bio-Eier (49 Prozent). Gesundheitliche Aspekte, besserer Geschmack und Umweltverträglichkeit, gehören zu den Hauptgründen der Entscheidung zugunsten von Bioprodukten. Etwa die Hälfte der Befragten greift nur alle paar Wochen zum Bio-Produkt, ein weiteres knappes Viertel gar nicht.
In Deutschland sprechen sich trotz des Dioxid-Futtermittelskandals nur 21 Prozent der Befragten für eine weitreichende Umstellung der Nahrungsmittelproduktion auf Öko-Landbau aus, geht dagegen aus einer N24/Emnid-Umfrage unter 1.000 Befragten hervor: 76 Prozent halten offenbar mehr von der konventionellen Landwirtschaft. Als Grund werden günstigere Lebensmittelpreise angegeben.
Für den morgigen Samstag hat ein Bündnis aus Umwelt- und Entwicklungsorganisationen sowie Bioproduzenten auch aus Klimaschutzgründen zur Demonstration für eine ökologischer Landwirtschaft in Berlin aufgerufen. Das Motto "Wir haben es satt". Auch der jüngst veröffentlichte Kritische Agrarbericht weist darauf hin, dass eine Agrarwende für Arten- und Klimaschutz noch nicht in Sicht ist.
klimaretter.info/sam
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