Bauernverband will Emissionen senken
Die deutsche Landwirtschaft will klimafreundlicher werden. Bis zum Jahr 2020 sollen die Bauern ihre Kohlendioxid-Emissionen um 36 Millionen Tonnen senken. Der Klimaschutz sei für die Landwirtschaft keine Luxusfrage, sondern eine Frage der Existenz, hieß es am Mittwoch in Berlin. Der Deutsche Bauernverband (DBV) stellte dort seine Klimaschutzstrategie vor.

Der Bauernverband hat eine Klimaschutzstrategie vorgestellt. Treibhausgas-Emissionen sollen gesenkt werden. (Quelle: DBV)
"Die Klimaleistungen der Land- und Forstwirtschaft werden wir deutlich steigern", sagte DBV-Präsident Gerd Sonnleitner. Der Verband hat sich dafür drei Ziele gesetzt: Zum einen soll die Produktivität der vorhandenen forstwirtschaftlichen Nutzflächen gesteigert werden. Dadurch könne der jährliche Kohlendioxid-Kreislauf in der Produktion bis zum Jahr 2030 um 15 Prozent gegenüber 2010 erhöht werden. Als zweites Ziel nannte Sonnleitner die Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen um 36 Millionen Tonnen bis 2020.
Schließlich will der DBV auch die schädigende Wirkung anderer Treibhausgase angehen, die aktuell für 6,7 Prozent der Gesamtemissionen in Deutschland verantwortlich sind: Die Emissionen von Methan und Lachgas sollen bis 2020 um 25 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden, bis 2030 um 30 Prozent. Dazu sollen bei geringerem Einsatz von Betriebsmitteln wie Dünger die Produktion gesteigert werden.
Insgesamt ist die Landwirtschaft laut einer Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung für 14 Prozent der Treibhausgas-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Der Deutsche Naturschutzring geht sogar von 20 Prozent aus. Würden die Menschen alle zehn Jahre ihren Fleisch- und Milchkonsum um jeweils ein Viertel senken, könnten laut Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung die Emissionen bis 2055 um 80 Prozent gesenkt und damit auf einen Stand unter 1995 zurückgehen.
klimaretter.info/jot
Lesen Sie hier einen Lügendetektor zum Greenwashing von Bauernpräsident Gerd Sonnleitner
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