Wo vegan draufsteht, soll auch vegan drin sein
Die Grünen im Bundestag wollen die Begriffe "vegetarisch" und "vegan" gesetzlich schützen lassen. Immer wieder beinhalteten so gekennzeichnete Produkte von Lebensmittelherstellern anders als suggeriert doch tierische Bestandteile, schreiben die Abgeordneten in einem Antrag an das Parlament. Darin wird auf die nationale Verzehrstudie verwiesen, wonach sich 1,3 Millionen Bundesbürger vegetarisch und 80.000 Bürger vegan ernähren. Zum einen wird das auf den Wunsch nach gesunder Ernährung zurückgeführt, zum anderen wachse das "Bewusstsein für Tierrechte" und das Wissen um Umweltproblematiken, die mit der Fleischproduktion verbunden sind, heißt es weiter.

Als Vegetarier sein noch nicht in war: Herstellung von Leberwurst in Berlin 1948. (Foto: Deutsches Bundesarchiv/wikipedia)
"Wer bewusst auf tierische Zutaten verzichten will, nimmt in Kauf, dass er sich beim Lebensmittel-Einkauf durch kleingedruckte Zutatenlisten kämpfen muss", so die Grünen in ihrem Antrag. "Immer wieder" fänden sich als vegan oder vegetarisch gekennzeichnete "Produkte, die dann doch tierische Bestandteile beihalten", heißt es in dem Antrag der Grünen weiter.
In der Abstimmung zur europäischen Lebensmittelinformationsverordnung im Juni 2010 habe das Europäische Parlament bereits beschlossen, diese Begriffe zu schützen. Die Grünen-Fraktion fordert die Bundesregierung auf, den Beschluss des Europäischen Parlamentes zu unterstützen und sich im Agrarministerrat dafür einzusetzen. Falls es zu keiner europäischen Regelung käme, sollen die Begriffe auf nationaler Ebene gesetzlich definiert werden.
Tierprodukte gelten als wichtiger Faktor bei der Klimaerwärmung. Lachgas ist ein etwa dreihundertmal, Methan ein etwa zwanzigmal wirksameres Treibhausgas als Kohlendioxid. Sie entstehen vor allem durch die Ausscheidungen von Wiederkäuern und den Einsatz von Düngemitteln. Nach Angaben des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung gingen im Jahr 2005 insgesamt 14 Prozent aller Treibhausgasemissionen auf das Konto der Landwirtschaft.
klimaretter.info/mare
Guter Journalismus kostet
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto
Die Schlagzeilen um 15 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Überraschung der Woche
Röttgens Täuschung, Altmaiers Fahrrad und Merkels Verantwortung Kalenderwoche 20: Fachlicher Kompetenz führt nicht dazu, ein politisches Amt zu begleiten. Aber das ist leider ein allgemeiner Trend, findet Michael Müller, SPD-Politiker und -Vordenker und Mit-Herausgeber von klimaretter.info: In der Politik kommt es heute mehr auf das Management von Macht an als auf eine programmatische Idee. [mehr...]
Meinungen: Etscheits Alltagsstress
Ich liebe es! Einmal den Uli Hoeneß machen, auf jedes Umweltgewissen pfeifen und beim Burgerbrater um die Ecke so richtig die Ökosau rauslassen - wäre das nicht irgendwie herrlich? Nun ja ... Lesen Sie selbst!
Von Georg Etscheit [mehr...]
Jahrestag
Das Fukushima-Dossier
11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab. [mehr]
Aktion des Monats Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr] | Zu Ihrem Vorteil Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende
Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | Klimaretter-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...] |
Vattenfall: Einfach schlecht vorbereitet
Es gibt Werbekampagnen, die so schlecht sind, dass man sich fragt, wie sie jemals zustande kommen konnten. Ist die Agentur zu blöd? Wollen die Chefs, die die Kampagne abnehmen, ihre Firma bewußt schädigen? Ist das Produkt so miserabel, dass es[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





Methan- und Lachgas-Emissionen könnten durch eingeschränkten Konsum von Fleisch und Milch deutlich gesenkt werden
Der EU-Landwirtschaftskommissar will Subventionen für Bauern gerechter verteilen und stärker auf Öko-Komponenten ausrichten. Milliarden-Empfänger Deutschland ist davon wenig begeistert. Von Sarah Messina
Am Alexanderplatz informieren Tierrechtsgruppen über Ernährung ohne tierische Produkte
Wegen des Methans aus Kuhmägen belaste ein Kilo Käse die Atmosphäre so stark wie 70 Kilometer Autofahrt
Die Wirtschaftskrise hat auch für das Klima nicht viel gebracht: Laut Weltwetterorgansiation hat das globale Treibhausgas-Niveau im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert erreicht.
Die größte Demo des Jahres: In Berlin haben mehrere zehntausend Menschen gegen die Energiepolitik der Regierung demonstriert. Sie besetzten Brücken, umzingelten das Regierungsviertel und zogen vor das Kanzleramt. Und kündigten noch mehr Widerstand an, falls die Regierung Merkel tatsächlich die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängert.
Morgen tagt der Gorleben-Untersuchungsausschuss. Nach dem schwarz-gelben Atomausstieg fordert die Union ein schnelles Ende des parlamentarischen Verfahrens. Die Opposition streitet derweil über die richtige Strategie: Wissenschaftler verhören oder die politisch Verantwortlichen in die Zange nehmen?
2010 wurden in Deutschland wieder 4,3 Prozent mehr Treibhausgase als noch im Vorjahr emittiert: Mit der Erholung der Wirtschaft stiegen auch die CO2-Emissionen.
In Google Earth kann man sich künftig die Emissionen seiner Heimatregion darstellen lassen - mithilfe der Datenbank Edgar
Präsident des Umweltbundesamtes Jochen Flasbarth: Landwirtschaft muss sich ändern
Frauen in Deutschland essen im Schnitt deutlich weniger Fleisch als Männer - und schonen damit das Klima
Auf einem Sommerfest wollen Fleischverzichter zeigen, dass vegane Ernährung auch Spaß machen kann. Bei einer Kochshow werden Pfannkuchen ohne Eier und mit Sojamilch gebacken. Es gibt eine Lesung zu Jonathan Safran Foers neuem Buch "Tiere essen". Und bei einer Tombola kann man vegane Aufstriche und Co. gewinnen.
Alle ostdeutschen und die meisten westdeutschen Braunkohletagebaue sind zur Zeit von einer Abgabe befreit
Pflanzliche Fleischalternativen aus Soja oder Weizen weisen eine sehr gute Klimabilanz auf - auch im Vergleich zu Biofleisch
Nur Anlagen die Reststoffe verwerden oder mit Kraft-Wärme-Kopplung betrieben werden seien klimafreundlich - das gelte aber nur für die wenigsten



