Erderwärmung verschärft Nahrungsmangel
Die Klimaerwärmung sorgt in den Ländern des Südens für ein geringeres Pflanzenwachstum. Damit kehrt sich die zunächst weltweit beobachtete Wachstumssteigerung in ihr Gegenteil um. Wissenschaftler veröffentlichten in einem Artikel der Wissenschaftszeitschrift Science ihre Ergebnisse und stützen sich dabei auf Bilder der US-Raumfahrtbehörde NASA. Sie befürchten Lebensmittelknappheit und eine noch stärkere Klimaerwärmung.

Lebensmittelknappheit durch Misssernten befürchtet (Foto: Martin Sieber)
Zwischen 1982 und 1999 konnte demnach eine Zunahme des Pflanzenwachstums von weltweit sechs Prozent festgestellt werden. Dafür verantwortlich ist nach Ansicht der Wissenschaftler die globale Klimaerwärmung. Doch führte demnach die fortschreitende Erwärmung zwischen 2000 und 2009 zu einem geringfügigen Rückgang der Pflanzenproduktivität von einem Prozent. Besonders auf der Südhalbkugel habe die Erwärmung Trockenheit und Dürre zur Folge, was mit weniger Pflanzenwachstum verbunden sei, sagt Maosheng Zhao von der Universität von Montana. Auf der nördlichen Hemisphäre halte das gesteigerte Wachstum jedoch an.
Die Wissenschaftler befürchten nun Auswirkungen auf die Nahrungsmittelsicherheit der Länder des Südens und negative Rückkopplung auf das Klima. Denn wenn Pflanzen weniger wachsen, können sie auch weniger Kohlendioxid aufnehmen und binden. Das wiederum treibt den Treibhauseffekt und damit die globale Erwärmung an.
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