Kartoffeln im Hitzestress
Die Ernte fällt in diesem Jahr geringer aus als in den Vorjahren. Die diesjährigen Weizenerträge schätzt der Deutsche Bauernverband zehn bis 20 Prozent geringer ein als 2009. Kartoffeln wird es dieses Jahr insgesamt zehn bis 30 Prozent weniger als im Vorjahr geben. Schuld sind Regen, Hitze und Trockenheit.

Die Hitze setzt dem Getreide zu - dieses Jahr weniger Ernte. (Foto: Deutscher Bauernverband)
"Das Erntejahr 2010 ist von Wetterextremen geprägt", teilt der Bauernverband in seiner ersten Erntemeldung dieses Jahres mit. Weil es im April ungewöhnlich nass und kalt war, hat das Getreide erst spät angefangen zu wachsen. Die hohen Temperaturen seit Mitte Juni und die ausbleibenden Niederschläge sind nun Schuld daran, dass das Getreide vielerorts schon abgereift ist.
"Mit dem Klimawandel könnten auf die Landwirtschaft möglicherweise verstärkt extreme Wetterlagen zukommen", sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner in der Passauer Neuen Presse . Darauf müssen sich die Bauern besser vorbereiten. "Ich rate den Betrieben vor allem wegen des Klimawandels, künftig bewusst Vorsorge für diese Unwägbarkeiten zu treffen".
Meteorologen gehen davon aus, dass wegen des Klimawandels Wetterextreme zunehmen, also beispielsweise starke Regenfälle oder längere Trockenperioden. Mit Hitzestress für die Pflanzen muss in Zukunft also häufiger gerechnet werden.
klimaretter.info/jot
Guter Journalismus kostet
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto
Die Schlagzeilen um 02 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Reimers kleine Zahlenkunde
930 Euro für Angela Merkel Mehr Geld für die Kanzlerin ist gut und richtig. Jetzt sollten als nächstes die Bezüge der Abgeordneten angehoben werden! Vielleicht hilft das ja, die Qualität der angebotenen Politik zu verbessern. [mehr...]
Meinungen: Kommentar
Treffer Röttgen - aber nicht versenkt Er wollte Karriere über den Umweg der Provinz machen - und ist gescheitert. Nun fordert die Opposition seinen Rücktritt. Der aber wird nicht kommen.
Ein Kommentar von Nick Reimer [mehr...]
Jahrestag
Das Fukushima-Dossier
11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab. [mehr]
Aktion des Monats Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr] | Zu Ihrem Vorteil Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende
Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | Klimaretter-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...] |
Vattenfall: Einfach schlecht vorbereitet
Es gibt Werbekampagnen, die so schlecht sind, dass man sich fragt, wie sie jemals zustande kommen konnten. Ist die Agentur zu blöd? Wollen die Chefs, die die Kampagne abnehmen, ihre Firma bewußt schädigen? Ist das Produkt so miserabel, dass es[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





Die Mais- und Weizenerträge sind in den vergangenen 30 Jahren gesunken
Weltweit wird heute Getreide auf einer Fläche von etwa 700 Millionen Hektar angebaut. Das ist ein Minus von 32 Millionen Hektar gegenüber 1981: Damals lebten etwa 4,5 Milliarden Menschen auf der Welt, heute sind es sieben Milliarden. Zwar gab es 2010 eine Rekordernte. Trotzdem bleibt die Lage in den meisten Lagerbeständen angespannt. Eine Agrarminister- Konferenz suchte am Wochenende am Rande der Grünen Woche nach Lösungen.
Wegen der April-Trockenheit erwartet die Bäckerinnung Ernteausfälle und damit steigende Rohstoffpreise
Trockenheit lässt Getreideernte in China einbrechen. Wolken werden künstlich zum Abregnen gebracht
Auch Deutschland wird stärker von Wetterextremen betroffen sein, wenn die Menschheit nicht auf die CO2-Bremse tritt, sagt der Kieler Klimaforscher Professor Mojib Latif. Höchsttemperaturen von fast 50 Grad seien bis 2100 denkbar, erläutert er im Gespräch mit klimaretter.info.
Die Messe Biofach in Nürnberg feiert derzeit trotz Umsatzeinbußen der Branche im letzten Jahr die Öko-Landwirtschaft. wir-klimaretter.de sprach mit dem Vorsitzenden der Arbeits- gemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (ABL), Friedrich-Willhelm Graefe zu Baringdorf, über "Krisen" der Biobranche, Agrarministerin Ilse Aigner und den deutschen Bauernverband.
Zum Start 2012: BUND-Chef Hubert Weiger fordert von den Vereinten Nationen eine harte Linie wegen des Kyoto-Ausstiegs der Nordamerikaner. "Auch die Bundesregierung muss hier Druck machen", sagte Weiger im Gespräch mit klimaretter.info. Dies gehe nur durch eigene Vorbildlichkeit. Weiger fordert, den kompletten Atomausstieg auf 2012 oder 2013 vorzuziehen.
Umweltbundesamt, Technisches Hilfswerk, Deutscher Wetterdienst und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz erläutern in Berlin, wie sie die Deutschen künftig vor den Folgen der Erderwärmung schützen wollen. Dabei wird klar: Es fehlen vor allem Geld und Personal.
Landwirtschaftsministerin will Verschiebung von Futtermais zu Energiemais eingrenzen
Baukasten-System für ökologischere Landwirtschaftssubventionen angekündigt
18 Prozent Agrarfläche - 2,15 Millionen Hektar - im Vergleich zu 2009 legten am stärksten Mais und Getreide zu
"Wir haben es satt!" - Professoren fordern ein Ende der Massentierhaltung, Umweltschützer rufen zur Demo für eine ökologischere Landwirtschaft am 22. Januar auf: Auch der Dioxin-Skandal zeige, dass es "höchste Zeit für ein Umdenken in der Agrarpolitik" ist. Von Sarah Messina
Neben dem Siedlungs- und Straßenbau macht Verbandspräsident Sonnleitner auch die Energiewende verantwortlich
Stellvertretender Agrarminister: Eigene Ernte sinkt auch durch Zunahme von Wetterextremen
Der EU-Landwirtschaftskommissar will Subventionen für Bauern gerechter verteilen und stärker auf Öko-Komponenten ausrichten. Milliarden-Empfänger Deutschland ist davon wenig begeistert. Von Sarah Messina



