FAO: Agrosprit macht Lebensmittel teurer
Die UN-Welternährungsorganisation FAO warnt in ihrem Jahresbericht vor deutlichen Preissteigerungen für landwirtschaftliche Produkte in den nächsten zehn Jahren. Etwa eine Milliarde Menschen wären damit von wachsendem Hunger und Unterernährung bedroht. Grund dafür ist auch die steigende Nachfrage nach Agrosprit.

Agrosprit-Raps soweit das Auge reicht: Monokulturen sind schlecht für die Biodiversität und stellen eine mögliche Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion dar (Foto: Martin Sieber)
Zwar seien die Preise nach dem Rekordhoch von 2008 wieder deutlich gefallen, nun jedoch wieder auf dem Weg zu neuen Höchstwerten, lässt sich dem Report entnehmen. Im Vergleich zu der Periode 1997-2006 könnte etwa Weizen bis 2020 um 40 Prozent teurer werden. Pflanzenöle drohten mit 45 Prozent sogar noch teurer zu werden.
Laut Studie ist dafür nicht nur die wachsende Nachfrage nach Lebensmitteln verantwortlich, die in den sogenannten Schwellenländern deutliche Ausmaße angenommen habe. Zusätzlichen Druck auf die Preise übt die stetig steigende Produktion von Agrosprit aus. Damit Regierungen ihre Klimaschutzziele erreichen können und die Kohlendioxidemissionen von Agrokraftstoff vergleichsweise niedrig sind, wird immer mehr davon produziert. Der Studie zufolge bedeutet das weitere Preissteigerungen für Lebensmittel.
Agrosprit wird kontrovers diskutiert. Zum einen stellen sie die beschriebene Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion dar. Andererseits werden riesige Flächen Regenwald gerodet, um auf diesen Flächen Palmöl oder andere Energiepflanzen anzubauen. Der Klimaschutzaspekt wird dadurch unterlaufen. Auch in Deutschland haben großflächige Monokulturen für Energiemais und Raps für Unmut gesorgt.
Weitere Informationen zur Studie finden Sie HIER>>
© wir-klimaretter.de/sima
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