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Nachhaltiger essen: Insekten und Tofu

Welche Ernährungsweise kann die Erde auch mit wachsender Bevölkerung verkraften? Dieser Frage sind Wissenschaftler der Universität Edinburgh nachgegangen. In einer im Fachmagazin Global Food Security veröffentlichten Studie haben sie untersucht, wie sich der Flächenverbrauch reduzieren ließe, wenn ein Teil des Fleisches durch Alternativen wie Tofu oder Insekten ersetzt würde. Das Ergebnis: Würde die Menschheit nur halb so viel Fleisch und stattdessen alternative Proteinquellen essen, könnte das den Flächenverbrauch um ein Drittel senken.

BildVerlockungen ohne Fleisch: So vielfältig wie nie ist inzwischen das Angebot an Alternativen. (Foto: Zeetz Jones/​Flickr)

"Die entwickelte Welt isst viel mehr Fleisch, als wir uns erlauben können", sagte der Leitautor der Studie Peter Alexander von der Universität Edinburgh. "Das ist wirklich ein beunruhigender Trend." Wenn jeder so viel Fleisch esse wie etwa ein durchschnittlicher US-Amerikaner, "würden wir mehr Fläche brauchen, als die Erde zur Verfügung stellen kann."

Die Wissenschaftler verweisen darauf, dass Fleischalternativen wie Tofu oder Seitan, obwohl anfangs vielfach mit Skepsis beäugt, inzwischen weit verbreitet sind. Noch wirke zwar die Idee, auch Insekten als Fleischalternative zu essen, in westlichen Nationen befremdlich. "In anderen Ländern ist es aber ganz normal, Insekten zu essen", so Alexander. Den Forschern zufolge verzehren Menschen in 119 Ländern der Welt mehr als 2.000 Insektenarten.

Auch dem Klima käme die Reduzierung des Flächenverbrauchs – neben anderen notwendigen Maßnahmen zur Senkung der Emissionen in der Landwirtschaft – zugute: Wird weltweit weniger Fleisch produziert, vermindert das den Druck auf die knappe und hart umkämpfte Ressource Ackerland. Heute führt dieser Druck dazu, dass immer wieder Regenwaldflächen gerodet werden, um dort Sojaplantagen für die Futtermittelproduktion anzulegen.

klimaretter.info/em

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