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Schweden prüft Fleischsteuer

Schweden will die Wirkung einer Steuer auf Fleisch erforschen. Wissenschaftler der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften SLU wurden damit beauftragt, die Voraussetzungen und Folgen einer solchen Klimasteuer zu untersuchen. Die Steuer könnte das Bewusstsein für die Folgen des Fleischkonsums auf Klima und Umwelt schärfen, erklärte die Leiterin der Studie Elin Röös. Die bisherigen Instrumente seien wirkungslos geblieben. "Immer mehr Menschen sind sich der Umweltprobleme bewusst, die sich aus der Fleischproduktion ergeben, doch der Verbrauch steigt immer noch", sagte Röös dem Sender Radio Schweden.

BildSchweden will den Fleischverzehr senken – möglicherweise mit einer Steuer. (Foto: Maximilian Richt/​Wikimedia Commons)

In den vergangenen Jahren ist der Fleischkonsum der Schweden stetig gewachsen. 2016 erreichte der Pro-Kopf-Absatz mit fast 88 Kilogramm einen neuen Höchstwert, allerdings wurden davon nur 44 Kilogramm gegessen, da in den Verkaufszahlen auch nicht verzehrbare Teile wie Knochen enthalten sind.

Zugenommen hat vor allem der Verzehr von Hühnerfleisch. Die Naturschutzstiftung WWF nannte die Steigerung alarmierend. Zwar sei die Produktion von Geflügel weniger klimaschädlich als die von rotem Fleisch, aber zur Futtermittelproduktion für Geflügel würden erheblichen Mengen an Land geopfert.

Schon vor vier Jahren hatte die schwedische Landwirtschaftsbehörde eine Steuer auf die emissionsintensive Produktion von Fleisch vorgeschlagen, um den Fleischkonsum zu senken und besonders klimaschädliche Fleischprodukte vom Markt zu drängen. Allerdings, so damals die Behörde, bringe ein nationaler Alleingang nichts, es müsse eine Regelung auf EU-Ebene geben.

klimaretter.info/kir

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