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USA werden Fleisch los

In den Jahren von 2005 bis 2014 ist der Verzehr von Rindfleisch in den USA um 19 Prozent, also fast ein Fünftel, zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis kommt die Umweltorganisation Natural Resources Defense Council (NRDC) bei der Auswertung von Zahlen aus dem Landwirtschaftsministerium. Der Report soll heute veröffentlicht werden.

BildJenseits aller ästhetischen, moralischen und ernährungsphysiologischen Fragen: Das hier ist kein Klimafreund. (Foto: Larry Hoffman/​Flickr)

Tierische Produkte sind deutlich klimaschädlicher als Getreide, Obst oder Gemüse, das gilt vor allen Dingen für die Produktion von Rindfleisch. Wird weniger Fleisch gegessen, sinken folglich auch die Treibhausgas-Emissionen. Nach Schätzung des Natural Resources Defense Council sind durch den Rückgang des Rindfleisch-Verzehrs so viele Emissionen eingespart worden, wie es dem CO2-Ausstoß von 39 Millionen Autos entspricht.

Auch bei Schweinefleisch, Geflügelfleisch und weiteren tierischen Produkten gab es einen Rückgang. Zusammengenommen entspricht die errechnete Emissionsreduktion deshalb sogar dem CO2-Ausstoß von 57 Millionen Autos, so das NRDC. "Den Amerikanern ist es vermutlich nicht bewusst, doch sie haben mit ihren Gabeln den Ausstoß von Klimagasen bekämpft", sagte Sujatha Jahagirdar, die bei dem Umweltverband für Ernährung und Landwirtschaft zuständig ist. Als Grund für die Veränderungen im Ernährungsverhalten vermutet das NRDC gesundheitliche Gründe.

Allerdings bedeutet der abnehmende Verzehr nicht, dass auch weniger Fleisch produziert würde – es geht dafür mehr Fleisch in den Export. Eine ähnliche Entwicklung gibt es auch in Deutschland: Der Fleischverzehr geht seit Jahren langsam zurück, doch Produktion und Export steigen.

klimaretter.info/vk

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