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Deutscher Fleischverzehr bleibt zu hoch

Für die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) steht die gute Nachricht ganz im Vordergrund, und die heißt – Gemüse. "Die Deutschen", heißt es im 12. Ernährungsbericht, den die DGE im Auftrag der Bundesregierung erstellt und nun der zuständigen Ministerin Ilse Aigner (CSU) überreicht hat, "verbrauchen seit dem Jahr 2000 mehr Gemüse." Pro Kopf und Jahr steige seither "der Verbrauch" an Tomaten, Kohlgemüse, roten Rüben, Gurken, Zwiebeln, Blatt- und Stängelgemüse und frischen Hülsenfrüchten um 1,1 Kilo – auf nun rund 25 Kilo. "Diesen positiven Trend begrüßen wir sehr", so DGE-Präsident Helmut Heseker. Allerdings ist der Verzehr von Obst gesunken und der von Fleisch und Wurst weiterhin konstant – und damit gesundheitlich und unter Umwelt- und Klimaschutzgesichtspunkten betrachtet bedenklich – geblieben.


Die Deutschen essen mehr Gemüse, pardon, "verbrauchen" mehr Gemüse, wie die DGE es ausdrückt. Auberginen aber gehören definitiv nicht zum deutschen Lieblingsgemüse. Nummer eins ist – die Tomate. (Foto: Nevit Dilmen/Wikimedia Commons)

Vor allem Männer überschreiten demnach die empfohlene Menge beim Verzehr von Fleisch und Wurstwaren. Der Orientierungswert der DGE nennt 300 bis 600 Gramm pro Kopf und Woche, tatsächlich aber liegt der wöchentliche Verbrauch der Männer weiterhin bei rund einem Kilo. Die Frauen verzehren nur etwa die Hälfte dieser Menge. "Wir essen nach wie vor viel zu viel Fleisch", bilanziert Heseker. Dabei gibt es Verschiebungen bei den verschiedenen Fleischsorten. Während der Verzehr von Fleisch in den letzten Jahren insgesamt konstant blieb, stieg er beim Geflügelfleisch um rund 120 Gramm pro Woche. 

Stagnation ist auch bei der Zahl der Übergewichtigen in Deutschland festzuhalten. Laut Ernährungsbericht sind 60 Prozent der Männer und 43 Prozent der Frauen zu dick. Bei den über 70-Jährigen sind es sogar 74 Prozent (Männer) beziehungsweise 63 Prozent (Frauen). Die Zahlen entsprechen jenen aus dem vorangegangenen Bericht von 2008. 

Der Ernährungsbericht wird von der DGE seit 1969 alle vier Jahre vorgelegt. Er soll eine wissenschaftlich fundierte Bestandsaufnahme und Bewertung der Ernährungssituation in Deutschland liefern. 

klimaretter.info/vk


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