Votet jetzt!
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Die Macht der Agroindustrie

"Energiewende" kontra "Agrarwende"? Zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin stellt traditionell das Agrarbündnis den "Kritischen Agrarbericht 2012" vor. Das Bündnis von 24 Verbänden aus Landwirtschaft, Umweltschutz, Tierschutz und Entwicklungsarbeit fordert in diesem Jahr mehr "Zusammen arbeiten": Schließlich steht mit der EU-Agrarreform nichts geringeres auf dem Spiel als "die wichtigere Energiewende".

Aus Berlin Sarah Messina und Nick Reimer

Wenn die Grüne Woche ihre Pforten öffnet, zeigt sich die Landwirtschaft von ihrer besten Seite: Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) und der Präsident des Deutschen Bauernverbands Gerd Sonnleitner flanieren mit internationalen Gästen durch die Hallen. Besucher ziehen an glücklich dargestellten Kühen, bei glücklich gelaunten Bauern auf glücklichen Bauernhöfen zum Anfassen vorbei zum "Großen Fressen" an die Messestände. Am Freitagmorgen öffneten die Hallen für das Publikum. Zur 77. weltgrößten Schau der Agrar- und Ernährungswirtschaft präsentieren sich mehr als 1.600 Aussteller, 400.000 Besucher werden erwartet. Partnerland ist in diesem Jahr Rumänien.


"Wir haben es satt": Zur Moblilisierung für die große Agrar-Demo am Samstag schickten Umweltschützer im vergangenen Jahr eine Schweineherde zur Parade vors Kanzleramt. (Foto: Wir haben es satt/Jakob Huber)

Mögliche Fehler im System derzeitiger Agrarpolitik sind auf der Grünen Woche nur schwerlich zu finden. Auch deshalb nutzt das "Agrarbündnis" aus 24 Umwelt-, Tierschutz- und Entwicklungsorganisationen, Biolandwirten und -produzenten die Messe als Kulisse für eine System-Kritik. Druckfrisch wurde zum Start der Grünen Woche der neue "Kritische Agrarbericht" vorgestellt.

Schwerpunkt in diesem Bericht ist nach der "landwirtschaftlichen Vielfalt" - oder vielmehr ihrem Schwinden - im vergangenen Jahr diesmal das Thema "Zusammen arbeiten". Die Autoren verstehen darunter einen Aufruf zur Einmischung. Der "Kritische Agrarbericht" enthält 2012 eine Beschreibung gelebter Solidarität sowie praktizierter Kooperationen unterschiedlichster Gruppierungen und Organisationen mit einem gemeinsamen Ziel: Zusammen arbeiten – für eine bäuerliche Landwirtschaft. Nicht nur Markt und Gesetze regeln das wirtschaftliche Miteinander rund um unsere Ernährung. Der Kritische Agrarbericht zeigt, dass es Kooperationsformen innerhalb der Landwirtschaft und zwischen Landwirtschaft und Verarbeitung, Handel, Banken, Naturschutz, Verbrauchern und anderen Gruppen gibt, die weg von den industriellen Fressversorgungsfabriken führen könnten.

Aber eben nur könnten: 97 Prozent aller Puten und 96 Prozent aller Masthühner werden mit Antibiotika behandelt. "Etwa 88 Prozent aller Puten leben in Fabriken mit mehr als 10.000 Tieren, 72 Prozent der Masthühner werden in Betrieben mit 50.000 und mehr Exemplaren gehalten. Unter diesen Bedingungen ist es undenkbar, einzelne Tiere gegen Krankheiten zu behandeln", sagt Heidrun Betz vom Deutschen Tierschutzbund und Vorstandsmitglied des Agrarbündnisses.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte festgestellt, dass die Verwendung von Antibiotika in der landwirtschaftlichen Tierhaltung die Verbreitung resistenter Keime fördert. Andererseits: Bei Stichproben des BUND wurden auf jeder zweiten Geflügel-Probe antibiotikaresistente Keime gefunden. Skandale um Antibiotika-verseuchtes Essen? Ein Wunder, dass diese immer noch die Ausnahme sind.

Heinrich Graf von Bassewitz, Öko-Beauftragter des Deutschen Bauern-Verbands, appelliert an die Supermarktkunden. "Die Verbraucher, die sich heute über die sogenannte Massentierhaltung beschweren, haben mit ihrem Kauf von Billig-Lebensmitteln und ihrer extremen Preisbewusstheit letztlich genau diese Art der Landwirtschaft vorangetrieben", sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung. Tatsächlich gibt es kaum ein hochindustrialisiertes Land, in dem mehr Billigprodukte nachgefragt werden als in Deutschland - die USA einmal ausgenommen, versteht sich.

"Die voranschreitende Energiewende darf nicht gegen die überfällige Agrarwende ausgespielt werden"

"Unsere Gesellschaft will keine Agrarindustrie", glaubt dennoch BUND-Chef Hubert Weiger, die Grüne Woche sei der beste Beweis: "Überall findet man Vokabeln wie 'nachhaltig', 'natürlich', 'regional'". Dummerweise habe das mit der Versorgungs-Wirklichkeit durch die Agrarindustrie nichts zu tun. Solange die Agrarindustrie das Sagen habe, solange werde es Maiswüsten, Soja-Monokulturen und Palmölplantagen geben. Weiger: "Solange die industrielle Losung herrscht 'Mehr Dünger, Pestizide und Gentechnik für mehr Ertrag je Hektar', solange bleibt die Landwirtschaft abhängig vom Erdöl".

Weiger schrieb den Umweltverbänden auch die nächste politische Aufgabe auf die Agenda: "Wir werden es nicht zulassen, dass die voranschreitende Energiewende gegen die überfällige Agrarwende ausgespielt wird. Klar ist, dass die Fleischproduktion in Deutschland sinken muss zugunsten einer Qualitätserzeugung zu auskömmlichen Preisen für die Bauern. Es gilt die Flächenkonkurrenz zwischen Teller, Trog und Tank zurückzufahren. Wir brauchen dezentrale Bioenergiestrukturen, basierend auf bäuerlichen Betrieben mit Flächenbindung, statt auf Megabiogasanlagen in Konzernhand."


"Iss mich! Ich bin sonst nicht glücklich": Glückliche Schweine auf der Grünen Woche 2011. (Foto: Messina)

Die gewerbliche Fleischproduktion erreichte 2010 einen neuen deutschen Rekordwert - acht Millionen Tonnen Fleisch. Wie das Statistische Bundesamt ermittelte, bedeutet dies gegenüber dem Jahr 2009 eine Steigerung um 302.000 Tonnen, also 3,9 Prozent mehr Fleisch als 2009. Acht Millionen Tonnen Fleisch für 81,7 Millionen Deutsche - das sind fast 100 Kilogramm pro Bundesrepublikaner. 1980 konsumierte der durchschnittliche Deutsche 30 Kilogramm Fleisch und Wurst pro Jahr. 2009 waren es rund 88 Kilogramm. Der "statistische Rest" wird exportiert: Deutschland ist einer der größten Fleischexporteure der Welt. 

Um Einmischung, um "Zusammen arbeiten" geht es dem Agrarbündnis auch bei der anstehenden Reform der EU-Agrarpolitik. Mit der für 2013 anstehenden Umkrempelung der EU-Agrarsubventionen sieht das Agrarbündnis eine wichtige Chance zum Wandel: Klimawandel und Artenvielfalt gehören mit Ernährungssicherheit und einer Blickrichtung auf lokalere Erzeugung zu den von Agrar-Kommissar Dacian Ciolos ausgemachten Stoßrichtungen der Umverteilung der EU-Agarmittel. Künftig, so der Vorschlag aus Brüssel, sollen Gelder stärker nach ökologischen Gesichtspunkten verteilt werden. Im Oktober hatte der rumänische Agrar-Kommissar seine Pläne vorgelegt.

Demo am Samstag soll den öffentliche Druck steigern

"Der Gesellschaft ist längst klar, dass die agrarpolitischen Rahmenbedingungen geändert werden müssen. Bei der EU-Kommission haben wir erreicht, dass sie in ihren Vorschlägen zur Reform einige erste von uns geforderte Weichenstellungen aufgegriffen hat", sagt Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf, Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). "Aber damit Bundesregierung und auch die Abgeordneten des Europäischen Parlaments diese Vorschläge weiter verbessern, statt sie zu verwässern, muss der öffentliche Druck steigen."

Essen, Trinken - menschliches Grundbedüfnis noch vor Wärme oder Mobilität: Genau deshalb schlägt in der Klimabilanz der Agrarsektor  mit 16 Prozent bis 18 Prozent der Treibhausgase zu Buche - je nach Rechenweg. Vor allem der Fleischkonsum - in der Evolution des Menschen jenes Nahrungsmittel, das auf geringstem Raum die meisten Kraftstoffe vermittelt - ist ein Produzent von Treibhausgasen. Die steigende Fleischproduktion, intensiver Reisanbau und der Einsatz von Stickstoffdüngern gefährden ebenso wie Kohlendioxid das Klima. Um den Klimakollaps abzuwenden, fordern UN-Experten, auch Methan und Stickoxide drastisch zu reduzieren

Das war die "Wir haben es satt"- Demo 2011: Ob auch 2012 wieder 20.000 Menschen für bessere Lebensmittel auf die Straße gehen? (Foto: Messina)

Deshalb ruft das Agrarbündnis auch für Samstag zur Demo "Wir haben es satt" nach Berlin auf. "Im letzten Jahr haben wir es geschafft, mehr als 20.000 Menschen zur Grünen Woche auf die Straße zu holen. Das zeigt, dass breite Schichten der Gesellschaft hinter uns stehen", sagt Frieder Thomas, Geschäftsführer des Agrarbündnisses. Er hofft, dass in diesem Jahr wieder so viele Menschen kommen.

Der Kritische Agrarbericht erscheint jährlich seit 2002. Alle Berichte sind in der Vollversion online kostenlos abrufbar. Im vergangenen Jahr legte der Kritische Agrarbericht den Schwerpunkt auf die Artenvielfalt, 2010 lag er auf den "Böden", 2009 beschäftigte er sich mit der "Landwirtschaft im Klimawandel".

Die Grüne Woche läuft bis zum 29. Januar.

Alle Infos zur Demo für eine ökologischere Landwirtschaft am 21. Januar 2012 in Berlin finden Sie hier: "Wir haben es satt"

Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Guter Journalismus kostet

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Empfänger
Klimawissen e. V.
Kontonummer
1136852100
Bankleitzahl (BLZ)
430 609 67
 
GLS Gemeinschaftsbank
IBAN
DE63 4306 0967 1136 8521 00
BIC
GENO DE M 1 GLS
 

Werbung

Dies könnte Sie auch interessieren:

Samstag, 21. Januar 2012, 14:32 Uhr
20.000 demonstrieren für eine andere Agrarpolitik
"Wir haben es satt" in Berlin: Protestzug gegen Gentechnik und Tierfabriken, für eine bäuerliche Landwirtschaft [mehr...]
Samstag, 22. Januar 2011, 18:52 Uhr
Tausende demonstrieren für Agrarwende
Unter dem Motto "Wir haben es satt" haben in Berlin 22.000 Menschen gegen Tierfabriken und Gentechnik und die Ausrichtung der Agrarpolitik auf die industrielle Landwirtschaft protestiert.
Aus Berlin Sarah Messina
[mehr...]
Freitag, 19. Februar 2010, 16:42 Uhr
"Bio ist im Mainstream angekommen"
Biofach_VIDie Messe Biofach in Nürnberg feiert derzeit trotz Umsatzeinbußen der Branche im letzten Jahr die Öko-Landwirtschaft. wir-klimaretter.de sprach mit dem Vorsitzenden der Arbeits- gemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (ABL), Friedrich-Willhelm Graefe zu Baringdorf, über "Krisen" der Biobranche, Agrarministerin Ilse Aigner und den deutschen Bauernverband.
Interview: Lars Dittmer [mehr...]
Sonntag, 01. Januar 2012, 13:38 Uhr
"Ein Verfahren gegen Kanada"
Zum Start 2012: BUND-Chef Hubert Weiger fordert von den Vereinten Nationen eine harte Linie wegen des Kyoto-Ausstiegs der Nordamerikaner. "Auch die Bundesregierung muss hier Druck machen", sagte Weiger im Gespräch mit klimaretter.info. Dies gehe nur durch eigene Vorbildlichkeit. Weiger fordert, den kompletten Atomausstieg auf 2012 oder 2013 vorzuziehen.
Aus Frankfurt am Main Joachim Wille [mehr...]
Donnerstag, 26. April 2012, 11:32 Uhr
26 Jahre Tschernobyl: EU-Bürgerbegehren gestartet
Bürgerinitiative "Meine Stimme gegen Atomkraft" sammelt Unterschriften in allen 27 EU-Ländern [mehr...]
Mittwoch, 15. Februar 2012, 12:15 Uhr
AKW-Abriss-Kosten explodieren
Teurer Solarstrom? Ein Sonderbericht des EU-Rechnungshofes warnt vor einer Verdopplung der Abriss-Kosten von Alt-AKW in Litauen, Slowakien und Bulgarien. Das aber wird nicht von den Stromkonzernen bezahlt - sondern von den Steuerzahlern der EU.  Trotzdem will Litauen ein neues Atomkraftwerk bauen.
Aus Stockholm Reinhard Wolff [mehr...]
Samstag, 30. April 2011, 09:05 Uhr
Agrarsubventionen für die Großen
Nach einem Gerichtsurteil musste die Bundesregierung die Liste mit den Subventionsempfängern wieder öffentlich machen. Hauptsächlich profitieren große Konzerne. Der BUND fordert eine EU-Agrarreform.
Von Johanna Treblin [mehr...]
Montag, 05. Dezember 2011, 09:16 Uhr
Aigner will Agrarsubventionen streichen
2011 zahlt die EU Subventionen für Agrarexporte in Höhe von 164 Millionen Euro [mehr...]
Freitag, 09. März 2012, 13:17 Uhr
BUND: Der Atomausstieg ist in Gefahr
"Solarenergie dem deutschen Volke" - das fordern Greenpeace-Aktivisten per Lichtinstallation vom deutschen Bundestag. Der hat sich heute erstmals mit der geplanten drastischen Solarkürzung befasst. Kritiker und Oppossition warnen: Diese Kürzung könnte die versprochene Energiewende abwürgen. Der BUND warnt gar vor einem Comeback der Atomkraft.
Aus Frankfurt/Main Joachim Wille, aus Berlin Christine Heusinger [mehr...]
Donnerstag, 24. Februar 2011, 18:56 Uhr
BUND: Mehr Agrosprit ist klimaschädlich
Scharfe Kontroverse zwischen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und dem Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie über die Wirkungen von Agrosprit.
Aus Berlin Martin Reeh
[mehr...]
Donnerstag, 14. Oktober 2010, 08:12 Uhr
Bau von South Stream soll 2013 starten
Gazprom will ab 2015 Erdgas über die Pipeline "Südstrahl" nach Mittel- und Osteuropa liefern [mehr...]
Mittwoch, 10. November 2010, 17:00 Uhr
Bauernverband will Emissionen senken
Die deutsche Landwirtschaft soll klimafreundlicher werden. Bis zum Jahr 2020 versprechen die Bauern, ihre Kohlendioxid-Emissionen um 36 Millionen Tonnen senken [mehr...]
Mittwoch, 21. September 2011, 17:43 Uhr
Bundesregierung will höhere Holzernte
Die Bundesregierung verabschiedet die "Waldstrategie 2020" - Kritik vom BUND: Wald wird zu reinem Rohstofflieferant [mehr...]
Donnerstag, 17. Februar 2011, 09:26 Uhr
Bundesrepublik Fleischland
Nie zuvor ist so viel Fleisch in Deutschland produziert worden, wie im vergangenen Jahr: unvorstellbare 100 Kilogramm pro Kopf. Jeder Deutsche verspeist davon "nur" 88 Kilogramm im Jahr. Was uns nicht schmeckt wird zu Dumpingpreisen exportiert.
Aus Berlin Nick Reimer [mehr...]
Dienstag, 09. November 2010, 18:28 Uhr
Chevron gelingt Milliarden-Übernahme
US-Ölkonzern kauft sich für 4,3 Milliarden Dollar Schiefergas-Spezialisten Atlas Energy [mehr...]

Werbung

Meinungen: Überraschung der Woche

Röttgens Täuschung, Altmaiers Fahrrad und Merkels Verantwortung

Kalenderwoche 20: Fachlicher Kompetenz führt nicht dazu, ein politisches Amt zu begleiten. Aber das ist leider ein allgemeiner Trend, findet Michael Müller, SPD-Politiker und -Vordenker und Mit-Herausgeber von klimaretter.info: In der Politik kommt es heute mehr auf das Management von Macht an als auf eine programmatische Idee. [mehr...]

Meinungen: Etscheits Alltagsstress

Ich liebe es!

Einmal den Uli Hoeneß machen, auf jedes Umweltgewissen pfeifen und beim Burgerbrater um die Ecke so richtig die Ökosau rauslassen - wäre das nicht irgendwie herrlich? Nun ja ... Lesen Sie selbst!
Von Georg Etscheit
[mehr...]

mehr...

Jahrestag
Das Fukushima-Dossier

11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab.  [mehr]


Aktion des Monats

Europa ohne Atomkraft

Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr]

Zu Ihrem Vorteil

Klimaretter abonnieren!

Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...]

Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende

Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende   Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]


Lexikon

Das ABC der Klimaretter

Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr]

Klimaretter-Beichtstuhl

Erleichtern Sie sich!

Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...]

Werbung

Vattenfall: Einfach schlecht vorbereitet

Es gibt Werbekampagnen, die so schlecht sind, dass man sich fragt, wie sie jemals zustande kommen konnten. Ist die Agentur zu blöd? Wollen die Chefs, die die Kampagne abnehmen, ihre Firma bewußt schädigen? Ist das Produkt so miserabel, dass es[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs

Klimakonferenz-Specials

Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13

Werbung

Facebook Empfehlungen

klimaretter.info auf Twitter

klimaretter.info Newsletter

klimaretter.info Newsfeed

Hier gehts zu einer Übersicht unserer Newsfeeds


Werbung


Ressorts

Energie


Neues Nordseegasfeld angebohrt

RWE DEA rechnet mit ersten Gaslieferungen für zweite Jahreshälfte 2012 [mehr...]
Protest


Anti-Kohle-Camp in Schottland

Britische Klimaschützer mobilisieren gegen den Kohlebergbau in Douglas Valley [mehr...]
Wirtschaft


Nabucco schrumpft

Statt wie ursprünglich geplant 3.300 Kilometer könnte die Erdgasleitung nur 1.300 Kilometer lang werden [mehr...]
Mobilität


Deutscher Flugverkehr drastisch angestiegen

Seit 2000 hat sich die Zahl der Flugpassagiere in Deutschland um knapp 40 Prozent erhöht [mehr...]
Forschung


60 heißeste Jahre des Jahrtausends

Die letzten sechs Dekaden sind in der Region Australasien die wärmsten des vergangenen Jahrtausends gewesen, bilanzieren Wissenschaftler [mehr...]
Umwelt


Total: Gasleck ist jetzt dicht

Schon nach zwölf Stunden meldet der französische Konzern den Erfolg seiner Abdichtungsmaßnahmen in der Nordsee [mehr...]
Wohnen


150.000 neue Sonnenkollektoren

Solarwärme wird nun auf über 15 Millionen Quadratmetern in Deutschland gewonnen [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar


Treffer Röttgen - aber nicht versenkt

Er wollte Karriere über den Umweg der Provinz machen - und ist gescheitert. Nun fordert die Opposition seinen Rücktritt. Der aber wird nicht kommen.
Ein Kommentar von Nick Reimer
[mehr...]
Standpunkte


"Wissen ohne Handeln"

Nach dem Bericht des Club of Rome: Michael Müller (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär a. D. und Mitherausgeber von klimaretter.info fordert in seinem Standpunkt 25 Milliarden Euro für ein Sofort-Programm der ökologischen Modernisierung. [mehr...]
Rezension


Die Radio-Aktivisten

Seit über 30 Jahren gab es in Japan keine solchen Demonstrationen: Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat auch das politische Bewusstsein der Bevölkerung geändert. Der Dokumentarfilm "Radioactivists" versucht die neue Anti-AKW-Bewegung zu verstehen.
Eine Rezension von Felix Werdermann
[mehr...]
Kolumnen

nick3
930 Euro für Angela Merkel

Mehr Geld für die Kanzlerin ist gut und richtig. Jetzt sollten als nächstes die Bezüge der Abgeordneten angehoben werden! Vielleicht hilft das ja, die Qualität der angebotenen Politik zu verbessern. [mehr...]
Überraschung der Woche


Röttgens Täuschung, Altmaiers Fahrrad und Merkels Verantwortung

Kalenderwoche 20: Fachlicher Kompetenz führt nicht dazu, ein politisches Amt zu begleiten. Aber das ist leider ein allgemeiner Trend, findet Michael Müller, SPD-Politiker und -Vordenker und Mit-Herausgeber von klimaretter.info: In der Politik kommt es heute mehr auf das Management von Macht an als auf eine programmatische Idee. [mehr...]