Desertec wirbt für weitere Projekte
Auf ihrer 2. Desert Energy Konferenz im ägyptischen Kairo hat die Desertec Industrie-Initiative (Dii) angekündigt, noch im Dezember eine Vereinbarung mit Algerien für ein weiteres Referenzprojekt zu unterzeichnen. Zudem soll im Herbst nächsten Jahres eine Roadmap vorliegen, in der Projekte in Ländern wie Libyen, Ägypten, Syrien, die Türkei und Saudi-Arabien eingeplant sind. Laut Dii-Vorstandschef Paul van Son profitiert Desertec vom arabischen Frühling. Das Interesse an den Wüstenstromplänen wachse bei den politischen Verantwortlichen in Nordafrika, so van Son, der Effekt der Umwälzungen sei "insgesamt positiv".

hier.... (Foto: Dii)
Für den Erfolg des Megaprojekts sei allerdings eine engere Zusammenarbeit der EU-Staaten in der Energiepolitik "wünschenswert", sagte Caio Koch-Weser, Umweltexperte der Deutschen Bank, die neben Konzernen wie Siemens, Eon und RWE zum Kreis der Dii-Investoren gehört. Auch finanzielle Hilfen - Subventionen - seien noch bis zum Jahr 2035 nötig, erklärte Van Son. Es sei klar, dass Deutschland als treibende Kraft "eine wichtige Rolle" spielen werde.
Die Desertec-Initiative will Strom aus Wind- und Solarenergie in den Wüstengebieten der arabischen Staaten produzieren. Diese Energie soll dann einerseits lokal genutzt, andererseits aber auch nach Europa exportiert werden - Ziel ist es, in der sogenannten EUMENA-Region (Europa, Naher Osten und Nordafrika) Energieversorgungssicherheit zu schaffen. Das erste Dii-Solarkraftwerk mit einer Kapazität von 500 Megawatt soll in Marokko entstehen, mit dem Bau wird wahrscheinlich 2012 begonnen.
klimaretter.info/vk
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