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Desertec: Nächstes Jahr wird gebaut

In fünf Jahren soll bereits Sonnenstrom aus der Wüste nach Europa fließen. Im Rahmen der sogenannten Desertec-Initiative soll schon im nächsten Jahr mit dem Bau eines riesigen Solarkraftwerks in Marokko begonnen werden. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung am Samstag. Der Solarstrom aus Afrika kommt damit eher als bislang angenommen. Im Februar hieß es noch, die Kraftwerks-Bauarbeiten sollten 2013 ausgeschrieben werden.


Im spanischen Andasol wird bereits ein riesiges Solarkraftwerk gebaut. Es soll Vorbild für Desertec sein. (Foto: Solar Millenium AG)

Eine Konsortium aus Großkonzernen möchte die Sonnenenergie in Afrika nutzen und ein Teil des gewonnen Stroms nach Europa leiten. Im Jahr 2050 soll der Wüstenstrom 15 Prozent der europäischen Nachfrage abdecken. In der Desertec-Initiative sind unter anderem Siemens, Eon, RWE und die Deutsche Bank beteiligt. Der Wüstenstrom ist unter Umweltschützern umstritten: Kritiker befürchten, dass damit ein zentralistisches Energiesystem zementiert würde und die bestehenden Oligopole aufrecht erhalten werden könnten.

Das nun angekündigte Kraftwerk in Marokko soll eine Kapazität von 500 Megawatt haben. Das bedeutet, dass es zu einem bestimmten Zeitpunkt halb so viel Strom produzieren kann wie ein modernes Atomkraftwerk. Die riesige Solaranlage soll bis zu zwei Milliarde Euro kosten, der erste Strom soll womöglich schon 2014, spätestens aber im Jahr 2016 fließen.

Andere Kraftwerke sollen in Tunesien entstehen. Dort solle nun eine Machbarkeitsstudie durchgeführt werden, kündigte die Desertec-Initiative im April an.

klimaretter.info/fw

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