ABB verkabelt die Nordsee
Der Schweizer Technologiekonzern ABB vermeldet einen Milliarden-Auftrag vom deutsch-niederländischen Übertragungsnetzbetreiber Tennet - in Dollar. Es geht um die Netzanbindungen der Offshore-Windparks Borkum West und die Anbindung des 400-Megawatt-Windpark Gode Wind II: ABB übernimmt Entwicklung, Konstruktion und Installation der Offshore-Umspann-Plattformen BorWin1 und DolWin1. Zum Auftrag gehört ein Wartungsvertrag über drei Jahre. Vertragsumfang 720 Millionen Euro.

Umspannwerk zur See: Für die Anbindung großer Windparks ans Festnetz-Stromnetz sind eigene, riesige Plattformen mit Hubschrauberlandeplatz und Seeschutz notwendig. (Foto: Tennet)
Hauptproblem des Offshore-Ausbaus ist der Netzanschluss. Hier werden sogenannte HGÜ-Kabel verlegt - bei dieser "Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung" sind die Übertragungsverluste deutlich geringer als bei Wechselspannungs-Leitungen. Dafür gibt es bisher nur wenige Anbieter. "Der Windpark Baltic 1 in der Ostsee beispielsweise war schon im vergangenen Jahr fertig errichtet - das Kabel wurde aber erst in diesem Jahr verlegt", erklärt Andreas Wagner von der Stiftung Offshore. Das Problem: Hersteller dieser Leitungen können gar nicht so schnell liefern, wie die Nachfrage steige. 28 Monate Wartezeit seien keine Seltenheit, so Wagner.
ABB wird eine HGÜ-Umrichterstation auf See installieren, die anschließend über eine 135 Kilometer lange See- und Landkabeltrasse zur Onshore-HGÜ-Station in Dörpen an der deutschen Küste andockt. Dort wird der Strom von einer Umrichteranlage ins Festlandnetz eingespeist. Über die Leitung können nach ihrer Fertigstellung über 1,5 Millionen Haushalte mit Windenergie beliefert werden. Die Offshore-Netzanbindung „DolWin2“ soll 2015 in Betrieb gehen und dazu beitragen, die CO2-Emissionen durch den Ersatz von Stromerzeugung mit fossilen Brennstoffen um über 3 Millionen Jahrestonnen zu senken.
klimaretter.info/reni
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Diesmal soll sie gelingen, die Energiewende. Die
schwarz-gelbe Regierung hat dafür umfangreiche Gesetze verabschiedet - oft mit den Stimmen der Opposition. In einer Serie analysiert klimaretter.info, was drin steht in den Gesetzen. Und was von ihnen zu halten ist. Heute Teil 6: das Offshore-Beschleunigungsgesetz, das augenscheinlich für die Großkonzerne beschlossen wurde. Nach früheren Plänen hätten sich im Jahr 2010 bereits mehr als 2.000 Megawatt installierter Leistung in deutschen Hoheitsgewässern drehen sollen. Gerade einmal fünf Prozent waren davon realisiert.
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Streit um den Mix der Erneuerbaren: Die unabhängigen Umweltgutachter der Bundesregierung fordern mehr Offshore-Windenergie und den weitgehenden Verzicht auf Solarstrom aus Deutschland.- Der chland. Der Eurosolar-Vorsitzende Axel Berg über Rechen- und Denkfehler des Sachverständigenrats für Umweltfragen.
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