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EnBW hofft auf neues Geld

Die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) wollen eine Kapitalerhöhung beim Stromkonzern EnBW: Am späten Abend beschloss die Verbandsversammlung in Ehingen eine Erhöhung des Eigenkapitals notfalls auch einseitig zu finanzieren. Nach dem Land Baden-Württemberg sind die OEW größter EnBW-Anteilseigner mit 45,01 Prozent. Der kommunale Zweckverband mit Sitz in Ravensburg ist ein Zusammenschluss von Gebietskörperschaften und Kommunen im südöstlichen Baden-Württemberg. Zum Zweckverband gehören die Landkreise Alb-Donau-Kreis, Biberach, Bodenseekreis, Freudenstadt, Ravensburg, Reutlingen, Rottweil, Sigmaringen und Zollernalbkreis.


Thront noch stolz hoch oben, das Firmenlogo von EnBW. Ohne eine Kapitalspritze droht aber der Absturz. (Foto: EnBW / Uli Deck)

EnBW-Vorstandschef Hans-Peter Villis, der wegen seines langen Festhaltens an der Atomenergie in der Kritik steht, möchte von seinen beiden Haupteignern OEW und Baden-Württemberg eine Kapitalerhöhung über 800 Millionen Euro, um die Energiewende bei EnBW zu finanzieren. Durch den Atomausstieg und eine verfehlte Firmenpolitik musste EnBW im ersten Halbjahr einen Verlust von fast 600 Millionen Euro hinnehmen. Die Kapitalerhöhung ist notwendig, um die - auch politisch gewollten - Investitionen in regenerative Kraftwerke zu finanzieren.

Nach einem Zeitungsbericht soll auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnisgrüne) für eine Kapitalerhöhung zu gewinnen sein. Kretschmann wolle eine Kapitalerhöhung "ins Auge" fassen, heißt es dort. Umweltminister Franz Untersteller (ebenfalls Bündnisgrüne) hatte "frisches Geld" im Interview mit klimaretter.info aber noch ausgeschlossen: "Das Unternehmen muss viel mehr in erneuerbare Energien investieren, das ist klar", sagte der Minister. Die Finanzmittel dafür könnten aus dem Verkauf von EnBW-Beteiligungen kommen, darunter von Teilen des Stromnetzes. "Das ist sicher ein zu gehender Weg, um an Kapital zu kommen", sagte Untersteller. "Die Frage, ob Geld vom Land kommt, ist im Moment kein Thema. Zunächst braucht die EnBW eine tragfähige Strategie." Die OEW will jetzt mit dem Land verhandeln.

klimaretter.info/reni

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